Blick vom Löbdergraben Richtung Holzmarkt. © Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Aktuelles-Meldung vom 18.02.2016

Beethoven und Dvorak überzeugend interpretiert

Hans Lehmann über das 3. Lobedaer Stadtteilkonzert am 14. Februar 2016 im Stadtteilzentrum LISA

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Das "Vivamente-Quartett" überzeugt mit lebendigem und authentischem Spiel

Offenkundig ein günstiger Veranstaltungstermin, um Kammermusik am Sonntagnachmittag im wahrsten Sinne des Wortes genießen zu können, wenn die Jenaer Philharmonie in das Stadtteilzentrum Lobeda „LISA“ einlädt.
Das „Vivamente Quartett“ musizierte mit Heidrun Wenke, Christoph Hilpert (Violine), Frederik Nitsche (Viola) und Alexander Wegelin (Violoncello) für den erkrankten Markus Eckart.

Zunächst erklang das Streichquartett Nr. 10 Es-Dur op. 74 von Ludwig van Beethoven. Wegen seiner Pizzikati im Eingangs- und Schlusssatz von den Nachfahren als „Harfenquartett“ bezeichnet. Der Meister komponierte das Werk unmittelbar nach seinem gewichtigen 5. Klavierkonzert ebenfalls in Es-Dur. Bereits im ersten Satz vernimmt man prägnant neuartige Strukturen. Dem liedhaften zweiten Satz folgt anstelle eines dreiteiligen Scherzo ein fünfteiliges Feuerwerk an thematischen Entwicklungen vor dem finalen Allegro, ein Variationssatz ganz eigener Prägung, wo Beethoven jedes Instrument noch einmal besonders hervorhebt.

Nach solch gelungenem Einstand folgte das wohl berühmteste Streichquartett Nr. 12 F-Dur von Antonin Dvorak, das als das „Amerikanische“ in die Geschichte eingegangene Werk. Er komponierte es unmittelbar nach seiner 9. Sinfonie „Aus der Neuen Welt“. Von 1892 bis 1895 war er Direktor des New Yorker Nationalkonservatorium und nutzte den Sommerurlaub 1893 in Spilville (Iowa), ein Dorf tschechischer Einwanderer, um dieses Quartett zu komponieren. Der Ursprung unschwer zu vernehmen in der Begegnung böhmisch heimatlicher Klänge mit Themen amerikanischer Fünftonmelodik und punktierten Rhythmen. Nach dem einleitendem Adagio folgt in den weiteren Sätzen Virtuoses, Stimmungsvolles und ein Feuerwerk im Presto mit Überleitung ins abschließend spritzige Allegro, bisherigen Formenkanon sprengend.

Die Ausführenden lieferten den Beleg, warum dieses Quartett zum populärsten von Dvorak aufgestiegen ist. Zugleich wurden die Musiker ihrem Namen „Vivamente Quartett“ gerecht, was „lebendiges Gedächtnis“ bedeutet und für authentische Wiedergabe spricht. Die Hörer spendeten dafür reichlich Beifall.



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