Blick vom Löbdergraben Richtung Holzmarkt. © Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Aktuelles-Meldung vom 03.11.2014

Konzertkritik - Brahms und Schostakowitsch

Dietmar Ebert über das Konzert der Jenaer Philharmonie am 31. Oktober im Volkshaus:

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JenaKultur/Jenaer Philharmonie
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Carl-Zeiß-Platz 15
07743 Jena

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Am Reformationstag erlebte das Publikum im voll besetzten Volkshaus eine außergewöhnliche Aufführung des 2. Klavierkonzertes in B-Dur op. 83 von Johannes Brahms, in der Bernd Glemser und die Jenaer Philharmoniker unter Marc Tardue zu einer wunderbaren Symbiose von Klavier-und Orchesterklang fanden. Damit trafen sie genau den Ton dieses „sinfonischen Konzertes“, verliehen ihm einen gleichermaßen romantischen wie kraftvollen Ausdruck, beginnend mit dem vom Solo-Horn angestimmten Hauptthema des Kopfsatzes bis zur Coda des tänzerisch beschwingten Finalsatzes. Besonders eindrucksvoll gelang das Andante mit dem liedhaft-ruhevollen Gesang des Violoncellos (Henriette Lätsch) und dem Dialog zwischen Cello und Klavier. Eine umjubelte Aufführung, in der Brahms‘ zweites Klavierkonzert als eigenständige Tonschöpfung in der Tradition Beethovens und als Keimzelle der Moderne erklang. Mit seiner Zugabe, Rachmaninows Prélude Nr. 12, op. 32 schlug Bernd Glemser den Bogen zu Dmitri Schostakowitschs 10. Sinfonie in e-Moll, op.93, die am 12. Dezember 1953 unter Jewgeni Mrawinski in Leningrad uraufgeführt wurde. Ein großartiges Werk, voller Trauer für alle, denen Stalins Terrorherrschaft das Leben gekostet hat. Noch einmal wird im 2. Satz die Bedrohungs- und Verfolgungsmaschinerie in musikalischer Wucht und Steigerung bis zum vierfachen Forte hörbar, und immer wieder brechen in den tänzerischen Gestus des 3. Satzes und die äußerliche Gelöstheit und Heiterkeit des 4. Satzes Erinnerungen an Angst und Schrecken herein, auch wenn Hoffnung und Lebenskraft am Ende die Oberhand gewinnen. In der großartigen Aufführung der 10. Sinfonie von Schostakowitsch durch die Jenaer Philharmoniker und durch Tardues spannungsgeladenes Dirigat wurde die widerständige Kraft dieser Musik zum berührenden Erlebnis.

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