Abspannen im Paradiespark. © Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Denkmal für die Verfolgten 1945-1989

2009 wurde ein beschränkter künstlerischer Wettbewerb für ein Denkmal zu folgendem Thema ausgelobt: "Zum Gedenken an die politisch Verfolgten in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in der DDR zwischen 1945 und 1989".

Als Siegerentwurf wurde der Entwurf der Weimarer Künstlerin Sibylle Mania ausgewählt, der ein künstlerisch gestaltetes Denkmal zeigt. Es befindet sich auf einer Wiesenfläche an der Einmündung der Gerbergasse in die Saalbahnhofstraße in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Sitz der Kreisdienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit.

Kontakt

Bereich des Oberbürgermeisters
Matthias  Bettenhäuser
PF 100 338, 07703 Jena
Am Anger 15
07743 Jena

Tel. 03641 49-2005
Fax 03641 49-2020
buero-ob@jena.de
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Denkmal für die Verfolgten. Sibylle Mania und Martin Neubert
Denkmal für die Verfolgten. Sibylle Mania und Martin Neubert
Foto: Sibylle Mania

Umsetzung des Entwurfs

Umgesetzt wurde der Entwurf 2010 zusammen mit Martin Neubert als Installation mit mannshoch aufgestapelten, plastisch gestalteten Aktenbehältern aus gefärbtem Beton auf einer Grundplatte aus Cortenstahl.

Das Denkmal besteht aus folgenden Elementen:

  • 285 Betonsegmente(n)
  • 2 Cortenstahltafel(n)
  • Keramikplatte(n)

Widmung

Das Denkmal zeigt folgende Widmung: "All denen, deren Menschenwürde verletzt wurde, den Verfolgten, die gegen kommunistische Diktatur aufrecht für Demokratie und Menschenrechte einstanden. 1945 - 1989." Die Einweihung des Denkmals erfolgte am 17.06.2010.


Detailaufnahme Aktenbehälter
Detailaufnahme Aktenbehälter
Foto: Sibylle Mania

Gründe für den Wettbewerb

Der 20. Jahrestag der friedlichen Revolution von 1989 ist der Stadt Jena Anlass und gleichermaßen Bedürfnis für eine sachliche Aufarbeitung und konstruktive Auseinandersetzung mit der jüngeren Vergangenheit gewesen.

Denkmal als Teil des Erinnerungskonzeptes

Zu den vielfältigen Aktivitäten im Rahmen eines Erinnerungskonzeptes im Umgang mit der kommunistischen Vergangenheit gehörte ein jenaspezifisches Denkmal. Es soll in würdiger und angemessener Weise, historisch prägnant, anschaulich und zeitgemäß an Unrechtserfahrungen und staatliche Repressionen, aber auch demokratisches Aufbegehren in unserer Stadt erinnern.

Einen flexiblen und anspruchsvollen Rahmen hierfür bot ein künstlerischer Wettbewerb. Die Stadt Jena entschied sich für eine beschränkte, anonym durchgeführte Auschreibung in 2 Stufen. Die Auswahl der Künstler erfolgte auf der Basis von Vorschlägen durch Nominatoren und durch die Stadtratsfraktionen.

Fünf Entwürfe in der zweiten Wettbewerbsrunde

Im Frühjahr 2009 wurden 14 nationale Künstler eingeladen, Ideenskizzen zu entwickeln. Eine unabhängige Fach- und Sachpreisjury wählte aus diesen im Juli 2009 fünf Entwürfe für die zweite Wettbewerbsrunde aus. Die ausgewählten Künstler wurden daraufhin zur Vorlage eines weiterentwickelten, detaillierten Realisierungsentwurfs mit anschaulichem Modell und Kostenschätzung aufgefordert. Die Jury erwählte im Oktober 2009 einstimmig einen Siegerentwurf, der vom Stadtrat im Dezember 2009 bestätigt wurde.

Die fünf nominierten Entwürfe wurden vom 19.11.2009 bis 17.01.2010 in einer Ausstellung in der Galerie des Stadtspeicher e.V. Markt 16 präsentiert. Die Einweihung des Denkmals erfolgt am 17.06.2010.


Die Künstler Sibylle Mania und Martin Neubert vor dem Denkmal
Die Künstler Sibylle Mania und Martin Neubert vor dem Denkmal
Foto: Sibylle Mania

Sibylle Mania - Fotografin und Bildhauerin

  • 1967 in Jena geboren
  • 1984-1987 Facharbeiterin für Keramik mit Abitur im Porzellanwerk Colditz
  • 1988-1991 Studium an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle
  • 1991-1994 Kursleiterin an der Volkshochschule Erding & Freising / Bayern
  • 1994-2000 Studium an der Bauhaus- Universität Weimar, Diplom Freie Kunst, Fotografie und Zeichnung bei Prof. Fritz Rahmann
  • 1996-2007 Lehrtätigkeit an der Musik- und Kunstschule Jena und beim Diakonischen Werk Eisenach
  • seit 2000 freiberuflich tätig
  • 2003 1. Preis beim künstlerischen Wettbewerb für ein Denkmal für die Verfolgten der kommunistischen Diktatur von 1945-89 in Jena
  • seit 2007 Lehrtätigkeit an der Malschule Weimar
  • zahlreiche Ausstellungen u.a. in Modena, München, Bonn, Leipzig, Bensheim-Auerbach, Weimar und Erfurt

Martin Neubert - Bildhauer

  • 1965 in Kleinmachnow geboren
  • 1984-1988 Töpferlehre bei Christine Freigang in Bürgel
  • 1988-1993 Studium an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle, Fachgebiet Keramik
  • 1995-1999 Lehrauftrag der Gesellschaft für berufliche Bildung, Bad Kösen
  • 2002 Lehrauftrag an der Bauhaus Universität Weimar
  • 2006-2008 Gast- und Vertretungsprofessur an der Hochschule für Kunst und Design Halle Burg Giebichenstein, Fachgebiet Keramik
  • 2009 Professur an der Hochschule für Kunst und Design Halle Burg Giebichenstein, Fachgebiet Keramik
  • zahlreiche Ausstellungen u.a. in Laramie (USA), Guangzhou (China), München, Bremen, Halle, Weimar und Jena
  • Kunst am Bau u.a. "Wasserschlange Luella", Leipzig; "TRS-Transportables Recycling System", FH Nordhausen; "Große Stehende" und "Kissenschlacht", Waldklinikum Gera; Spielplastik "Großer Krake" mit Kindern der Gutenbergschule Jena; Brunnenanlage "Fischtreppe", Jena-Winzerla



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