Eine vierköpfige Famile mit zwei Kindern porträtiert am Holzmarkt Jena. © Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Lichtsignalanlagen

Die Stadt Jena unterhält gegenwärtig 84 Lichtsignalanlagen (LSA).
Um den sicheren Betrieb dieser Lichtsignalanlagen zu gewährleisten sind im Abstand von vier Monaten an jeder Lichtsignalanlage fest vorgeschriebene Wartungen durchzuführen.

Kontakt

Team Verkehrsplanung & Flächen
Michael  Margull
PF 100 338, 07703 Jena
Am Anger 34
07743 Jena

Tel. 03641 49-5310
Fax 03641 49-5105
verkehr@jena.de
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Lichtsignalanlage
Lichtsignalanlage
© Stadt Jena

Verkehrsabhängige Steuerung

An einer Lichtsignalanlage ist der Signalplanablauf keine starre sondern in ihrer zeitlichen Länge veränderbare Folge von ROT-GELB-GRÜN-GELB-ROT.

Dabei hat die jeweilige Grünzeit eine fest vorgegebene Grundlänge und kann bei Bedarf entsprechend der an der Kreuzung zufließenden Verkehrsmengen aus der Haupt- oder Nebenrichtung verlängert werden.

Das heißt, die Steuerung der Lichtsignalanlagen an den Kreuzungen erfolgt verkehrsabhängig, soweit die Kreuzungen mit den entsprechenden Messeinrichtungen ausgestattet sind, was bei ca. 93,5% der signalisierten Kreuzungen der Fall ist.

Das Verkehrsaufkommen verändert sich

Das Verkehrsaufkommen in der Stadt im Allgemeinen und an den einzelnen Kreuzungen im Speziellen ist Veränderungen unterworfen. Dies ist nicht nur der Fall, wenn der Bürger auf Grund von Straßenbaustellen gezwungen ist seine Fahrgewohnheiten zu ändern, sondern auch dann, wenn neue Ziele wie Wohngebiete, Industrieansiedlungen oder Einkaufsmärkte entstehen.

Anpassung mittels Verkehrsrechner

Die Stadt ist bestrebt, auf solche Veränderungen, die sich zuallererst im Straßennetz widerspiegeln, auch signaltechnisch zu reagieren. Dabei ist der Am Anger 26 angesiedelte Verkehrsrechner ein wichtiges Hilfsmittel. Durch die Auswertung von Online-Protokollen und Messwerterfassungen ganzer Straßenzüge ist es möglich Defizite im Verkehrsablauf zu ermitteln.


Nachfolgend möchten wir Ihnen häufig gestellte Fragen rund um das Thema Lichtsignalisierung / Verkehrsampeln beantworten.

Wie viele Lichtsignalanlagen gibt es im Stadtgebiet?

Es gibt insgesamt 84 Lichtsignalanlagen.

  • 20 LSA davon sind Fußgängerlichtsignalanlagen
  • 42 LSA davon werden verkehrsabhängig ein- und ausgeschaltet
  • 17 LSA davon sind 24 h im Betrieb
  • 33 LSA davon bevorrechtigen den ÖPNV

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Welche Kriterien führen zur Errichtung einer Lichtsignalanlage?

  • die Unfallanzahl und die Unfallschwere
  • die Sichtverhältnisse in den Knotenpunktszufahrten
  • das Schutzbedürfnis der Fußgänger und Radfahrer
  • die Verkehrsstärken des Kraftfahrzeugverkehrs in Haupt- und Nebenrichtung
  • die Verkehrsabwicklung für öffentliche Verkehrsmittel

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Wann kann ein „Grünpfeil“ (Rechtsabbiegen bei ROT) an LSA-Masten montiert werden?

  • Der Rechtsabbieger muss den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr der freigegebenen Verkehrsrichtungen ausreichend einsehen können.
  • Dem Rechtsabbieger dürfen nicht mehrere Fahrstreifen zur Verfügung stehen.
  • Linksabbieger im Gegenverkehr dürfen nicht (auch nicht zeitweise) konfliktfrei signalisiert sein.
  • Die Rechtsabbieger dürfen keine Schienenwege kreuzen.
  • Wenn durch Rechtsabbieger kein in beide Richtungen befahrener Radweg gekreuzt wird.
  • Rechtsabbieger dürfen nicht gleichzeitig konfliktfrei signalisiert werden.

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Warum sind an den Kreuzungen oftmals die Fußgängerfreigabezeiten sehr kurz?

In der Richtlinie für Lichtsignalanlagen (RiLSA 92) sind allgemeine und spezielle Regeln der Signalisierung dargelegt und bindend für eine zu errichtende Lichtsignalanlage. So heißt es z.B. „Zwischen dem Sicherheits- und Komfortbedürfnis der Fußgänger und den Ansprüchen des Fahrverkehrs ist ein ausgewogener Kompromiss anzustreben.“

Die jeweiligen Freigabezeiten für Fußgänger an einem Knoten hängen unmittelbar von der Knotengeometrie (Fahrbahnbreiten), von der Art der Signalisierung und von der Stärke des Fahrzeug- und Fußgängerverkehrs ab.

Allgemein sollen kurze Freigabezeiten so bemessen werden, dass ein Fußgänger der zu Beginn der Freigabezeit die Fahrbahn betritt, innerhalb der Grünzeit die halbe Fahrbahnbreite deutlich überschreiten kann. Mit dem Umschalten auf ROT bleibt genügend Zeit, um die Fahrbahn zu verlassen und damit den Querungsvorgang zu beenden.

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Wann leuchten die Hupflichter (gelbes Blinklicht mit dem Straßenbahnsymbol) an den Straßenbahngleisen?

Sie blinken immer dann, wenn eine Fahrtfreigabe für die Straßenbahn signalisiert wird und somit der Fußgänger theoretisch ROT hätte. Dies geschieht auch dann, wenn in der Signalfolge am Knoten der Straßenbahn eine feste Freigabe zur Verfügung steht, aber keine Bahn die Kreuzung befährt. Das Blinklicht soll den Fußgänger und Radfahrer zur erhöhten Aufmerksamkeit auffordern.

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Wann muss ein Fahrzeugführer beim Linksabbiegen die parallel querenden Fußgänger beachten?

Wenn für den Linksabbieger kein gesondertes Signal mit einer Pfeilschablone vorhanden ist, muss er mit querenden Fußgängern rechnen.

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Darf nach GRÜN bei GELB in die Kreuzung eingefahren werden?

GELB bedeutet: Halt vor der Kreuzung - das nächste Zeichen abwarten!

Das Anhalten bei GELB hängt unmittelbar von der Fahrgeschwindigkeit und der Entfernung zur Haltelinie ab. Die Entscheidung Halt oder Weiterfahrt liegt hierbei im Ermessen des Fahrzeugführers. Kann er sein Fahrzeug ohne Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer rechtzeitig zum Stehen bringen oder sollte er die Kreuzung doch noch befahren.

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Warum werden die Lichtsignalanlagen nach 20:00 Uhr nicht ausgeschaltet?

Es ist hierbei vom Grundsatz auszugehen, dass Lichtsignalanlagen in der Regel ununterbrochen (Tag und Nacht) in Betrieb zu halten sind. Beim Abschalten von Lichtsignalanlagen sollen nur solche Anlagen zum Abschalten in Betracht gezogen werden, bei denen in den Abschaltzeiten ein Sicherungsbedürfnis eindeutig nicht mehr besteht.

Über Messstellen in den Straßen wird die Menge an Fahrzeugen erfasst, die die Straßen befahren. Aufgrund dieser erfassten Daten werden die LSA morgens und abends entsprechend der vorhandenen Fahrzeuganzahl (verkehrsabhängig) ein- bzw. ausgeschaltet.

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Wie geht die Entwicklung der Lichtsignalanlagen weiter?

Im Jahr 2013 wurde die Fußgängerbrücke über die Stadtrodaer Straße in Höhe Lobeda-Altstadt durch eine neue Lichtsignalanlage ersetzt.

Nach intensiven Diskussione über das Pro/Contra wird im Jahr 2014 eine weitere Lichtsignalanlage über die Rudolstädter Straßein Höhe Winzerla / Damaschkeweg errichtet.

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Warum funktioniert die "Grüne Welle" in Jena nicht?

Eine optimale "Grüne Welle" ist physikalisch nur bei exakt gleichen Abständen der Kreuzungen zueinander möglich.

Mit jeder Veränderung dieses "Laborzustandes" (unterschiedliche Kreuzungsabstände, Fußgängerquerungsbedarf, Freigabezeiten für Nebenrichtungen u.s.w.) entfernt sich das System von diesem Ideal. In der Fachwelt wird deshalb davonausgegangen, dass "Grüne Wellen"nur in einer Fahrtrichtung praktisch funktionieren können. Auf der Stadtrodaer Straße ist dies z.B. die Fahrtrichtung nach Süden. Die Gegenrichtung und die einfahrende Nebenrichtung fährt praktisch planmäßig in's "Rot". 

Da "Grüne Wellen" bei einem Systemauslastungsgrad von ab 80% zusammenbrechen und die Leistungsfähigkeit der Gesamtstrecke negativ beeinflussen, priorisieren die Anlagen in Jena in diesem Zustand das Leistungsfähigkeitsmaximum zulasten der "Grünen Welle".

Da auf vielen Strecken verschiedene "Wellen" aufeinandertreffen (z.B. Angerkreuzung) und verschiedene Eingriffe (Bus/Straßenbahn/Fußgänger) zugelassen werden, entsteht zuweilen der Eindruck unkoordinierter Ampelschaltungen.

Der verständliche Wunsch nach "Grünen Wellen", um die Lärm- und Schadstoffbelastung beim Anhalten und Anfahren zu reduzieren, führt zwingend zur Überlegung, welchen querenden oder einbiegenden Verkehrsströmen (KFZ/Rad/Fußgängern) man damit längere Wartezeiten und kürzere Freigabezeiten zumutet und ob diese akzeptiert werden. Das aktuell laufende System stellt somit einen Kompromiss dar.


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