Museen in Jena
Botanischer Garten
Botanischer Garten der Universität
Fürstengraben 26
07743 Jena
> Zur Homepage des Botanischen Gartens
Kontakt:
Thomas Bopp
Tel.: 03641 94-9271
Manfred Knabe
Tel.: 03641 94-9270
Kasse:
Tel.: 03641 94-9274
Öffnungszeiten:
Der Botanische Garten Jena ist ganzjährig täglich geöffnet / Eingang Fürstengraben
15. Mai bis 14. September:
täglich 9.00 bis 18.00 Uhr
(letzter Einlass 17:30 Uhr)
15. September bis 14. Mai:
täglich 9.00 bis 17.00 Uhr
(letzter Einlass 16:30 Uhr)
Führungen nach Vereinbarung
1640 Anlage eines Heilkräutergartens der Universität durch Paul Marquart Slegel (1605-1653)
1663-1690 Herzoglicher Lustgarten
1794 Neuanlage des Botanischen Gartens auf Betreiben Johann Wolfgang von Goethes durch
August Johann Georg Carl Batsch (1761-1802), schrittweise Erweiterung auf
4,5 ha Größe mit über 12.000 Pflanzenarten aus allen Klimazonen
Die historischen Wurzeln des Botanischen Gartens in Jena reichen bis in das Jahr 1586 zurück. Damals wurde im Gelände des Collegium Jenense ein Hort medicus, ein Heilkräutergarten der Medizinischen Fakultät, angelegt. Auf Geheiss von Herzog Wilhelm IV. wurde er 1640 aus der Stadt an den heutigen Ort verlegt. Herzog Bernhard II. (1638-1678) ließ den Garten zum Fürstlichen Küchen- und Lustgarten umgestalten. Obwohl das kleine Herzogtum Sachsen-Jena bereits 1690 wieder von der historischen Bühne verschwand, blieb das Gelände etwa 100 Jahre lang ungenutzt, ehe an alter Stelle der Botanische Garten neu angelegt wurde. Er war der erste botanische Garten in Deutschland, bei dem die Pflanzen nach dem von Batsch erarbeiteten ”natürlichen System” angeordnet wurden. Mit der Geschichte des Gartens eng verbunden ist das Wirken Matthias Jakob Schleidens (1804-1881), des Begründers der Zellenlehre der Pflanzen. Zwischen 1840 und 1925 wurde der Garten durch Zukauf beträchtlich erweitert.
Der Botanische Garten ist Lehr- und Forschungsgarten der Universität, ein gern besuchter Bildungs- und Erholungsort für die Jenaer und ihre Gäste, aber auch ein unverzichtbarer Teil der ”grünen Lunge” der Stadt.
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Goethe-Gedenkstätte im Botanischen Garten
Inspektorhaus des Botanischen Gartens
Fürstengraben 26
07743 Jena
17. Jh. Vorgängerbau, den Johann Wolfgang von Goethe seit 1817 mehrfach bewohnte
1825-1827 Umbau des Gebäudes zu einer dreiflügeligen klassizistischen Hofanlage im Stil einer italienischen Landhausvilla,
Architekt: Clemens Wenzeslaus Coudray (1775-1845)
1921 Einrichtung eines Goethe-Museums
Goethe verbrachte zwischen 1817 und 1830 mehr als 300 Tage in dem 1681 errichteten Vorgängerbau des Inspektorhauses und in dem Neubau. In Ausübung seines Amtes, der ”Oberaufsicht über die unmittelbare Anstalten für Wissenschaft und Kunst in Weimar und Jena”, bewegte er seinen Dienstherren dazu, das verschlissene alte Gärtnerhaus durch ein größeres Direktorenwohnhaus zu ersetzen. Zu seinem 50. Dienstjubiläum stellte Großherzog Carl August die erforderlichen 2.500 Reichstaler bereit. Die Inschrift unter dem Ostgiebel des Haupthauses ”DEM III. Sept. MDCCCXXV” würdigt diesen Tag. Goethe selbst beeinflusste die Planung des Hofarchitekten Coudray. Der Hofmaurermeister Ch. L. M. Timler übernahm die Ausführung vor Ort. Die schlichte dreiflüglige Hofanlage aus verputzten Fachwerkgebäuden um einen kleinen, annähernd quadratischen Hof ist in ihrer Bausubstanz, der räumlichen Gliederung und im äußeren Erscheinungsbild weitgehend erhalten. 1945 wurden Teile des Nord-Ost-Flügels durch Bomben bis auf die Grundmauern zerstört. 1947 bis 1949 wurde dieser Gebäudeteil nach alten Bauplänen neu errichtet. Zwei Memorialräume im Erdgeschoss vermitteln einen Eindruck von der Wohn- und Arbeitswelt zur Zeit Goethes und gestatten einen Einblick in sein naturwissenschaftliches und dichterisches Schaffen während seiner Jena-Aufenthalte.
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Ernst-Haeckel-Haus
“Villa Medusa”
Berggasse 7
07745 Jena
> Zur Homepage des Ernst-Haeckel-Hauses
Kontakt:
Prof. Dr. Olaf Breidbach
Tel.: 03641 94-9500
Fax: 03641 94-9502
E-Mail: olaf.breidbach@uni-jena.de
Öffnungszeiten:
Führungen: Di. - Fr.: 8.30, 10.00, 11.30, 14.00, 15.30 Uhr
1882-1883 Errichtung als
Wohnhaus für den Zoologen Ernst Haeckel (1834-1919), Architekt: Max Hosse
seit 1920 Museum mit dem wissenschaftlichen und künstlerischen Nachlass Ernst Haeckel
seit 1968 Institut für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaften und Technik
Ernst Haeckel, seit 1862 Professor für Zoologie in Jena und bedeutendster deutscher Verfechter der Darwinschen Entwicklungslehre, ließ sein Wohnhaus in der Nähe seiner Wirkungsstätte, dem Zoologischen Institut in der Ebertstr. 1, errichten. Die zweigeschossige “Villa Medusa” (Haeckel arbeitete u.a. über niedere Meerestiere) erinnert in Kubatur und Fassadengestaltung an römische Villen.
1918 übereignete Haeckel sein Wohnhaus der Carl-Zeiss-Stiftung und bestimmte, dass hier ein Museum eingerichtet werden solle. Nach seinem Tode verblieb der Nachlass vom Mobiliar bis zu Briefen und Zeichnungen im Hause. Hinzu kam Haeckels Archiv, das seit 1916 in der Universitätsbibliothek gelagert war. Am 31. Oktober 1920 konnte das Ernst-Haeckel-Museum eröffnet werden. Es informiert in acht Ausstellungsräumen über Leben und Wirken des Gelehrten. Foyer, Balkon- und Arbeitszimmer sind in der Ausstattung original erhalten. Seit 1968 ist außerdem eine medizin-historische Sammlung von Theodor Meyer-Steineg (1873-1936) im Gebäude untergebracht.
Im Garten befindet sich die 1908 von Gustav Herold geschaffene Marmorbüste Ernst Haeckels.
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Imaginata
Löbstedter Straße 67
07749 Jena
> Zur Homepage der Imaginata
Kontakt:
Tel.: 03641 88-9920
Fax: 03641 88-9912
E-Mail: info@imaginata.de
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten für Gruppen:
Für Gruppen ab 10 Personen ist ein Besuch jederzeit nach vorheriger Anmeldung möglich.
Öffnungszeiten für Einzelbesucher:
Vom 27. April 2008 bis zum 28. September 2008 ist der Stationenpark immer sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Zudem kann der Stationenpark während der Thüringer Schulferien (s.u.) täglich von 10 bis 16 Uhr besucht werden. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Außerhalb dieser Zeiten besteht die Möglichkeit, sich bereits angemeldeten Führungen anzuschließen.
Neben unterschiedlichen Angeboten für Kindergärten und Schulen lädt vor allem der
Stationenpark - ein Experimentarium für die Sinne, das physikalische und andere naturwissenschaftliche Phänomene fassbar macht - zu Entdeckungen ein.
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Mineralogische Sammlung
Sellierstraße 6
07745 Jena
> Zur Homepage der Mineralogischen Sammlung
Kontakt:
Dr. B. Kreher-Hartmann
Tel.: 03641 94-8714
Fax: 03641 61-5172
E-Mail: cbk@uni-jena.de
Öffnungszeiten:
Jeweils Montag und Donnerstag von 13.00 bis 17.00 Uhr
Nach telefonischer Voranmeldung sind Führungen durch die Sammlung und Besuche außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich. Sonderöffnungszeiten an Feiertagen entnehmen Sie bitte der Tagespresse.
1779 wurde durch
Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach der Grundstein für die heute noch bestehende Mineralogische Sammlung gelegt. Dieses Mineralienkabinett wuchs in den folgenden Jahren rasch an.
Heute präsentiert die Mineralogische Sammlung in ihren Ausstellungsräumen einen Querschnitt aus den Sammlungsbeständen, die kontinuierlich ergänzt wurden. Gezeigt werden neben dem regionalen Schwerpunkt (Mineralien aus der Trias rund um Jena) und einer systematischen Sammlung mit weltweiten Fundpunkten unter besonderer Berücksichtigung
Thüringer Vorkommen auch eine beachtliche Anzahl von Meteoriten und Tektiten.
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Museum 1806
zur Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt
Jenaer Str. 12
07751 Jena - Cospeda
> Zur Homepage des Museums 1806
Kontakt:
Institut zur militärgeschichtlichen Forschung Jena 1806 e.V.
Markt 7
07743 Jena
Tel.: 03641 5088-60
Fax: 03641 5088-61
www.jena1806.de
info@jena1806.de
Öffnungszeiten:
April bis November
Mittwoch bis Sonntag
10.00 bis 13.00 und 14.00 bis 17.00 Uhr
Dezember bis März
Mittwoch bis Sonntag
9.00 bis 13.00 und 14.00 bis 16.00 Uhr
Ostermontag und Pfingstmontag zusätzlich geöffnet!
Das Museum - auf dem Areal des Jenaer Schlachtfeldes gelegen - präsentiert dem Besucher, neben zeitgeschichtlichen Exponaten zur Schlacht und dem Krieg von 1806/1807,
umfangreiches Karten- und Bildmaterial, Dioramen, Berichte von Zeitzeugen und nicht zuletzt die Möglichkeit, sich konkrete Vorstellungen von den räumlichen und strategischen Gegebenheiten des Ereignisses zu machen. Außer den detaillierten Angaben zur
Vorgeschichte, den Ursachen, dem
Verlauf und den
Auswirkungen der Schlacht auf die weitere geschichtliche Entwicklung, informiert die Ausstellung über die Kriegslasten, die die Menschen der vom Krieg betroffenen Regionen zu tragen hatten. Weitere Aspekte sind der Alltag der Soldaten, deren Uniformierung sowie die Funktion und Wirkung der Waffen dieses historischen Zeitraums.
Ergänzend zur Ausstellung werden eine Vielzahl von
individuellen Vorträgen und Führungen auf beiden Schlachtfeldern angeboten. Diese können über die Mitarbeiter des Museums oder unter Telefon 0 36 41 / 50 80 60, auch für Termine außerhalb der Öffnungszeiten, vereinbart werden.
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Optisches Museum
Carl-Zeiss-Platz 12
07743 Jena
>Zur Homepage des Optischen Museums
Kontakt:
Tel.: 03641 44-3165
Fax: 03641 44-3224
E-Mail: info@optischesmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10.00 bis 16.30 Uhr
Samstag 11.00 bis 17.00 Uhr
Montag, Sonntag, an den gesetzlichen Feiertagen sowie
am 24. und 31. Dezember geschlossen
Im modernen Ausstellungsdesign erwarten den Besucher nicht nur die
Darstellung kulturgeschichtlicher und technischer Entwicklungslinien optischer Instrumente aus fünf Jahrhunderten und eine der größten Brillensammlungen Europas, sondern auch zahlreiche Objekte zur Selbstbetätigung (Sehtests, historische Mikroskope und Fernrohre, Stereomikroskop, Guckkästen) und eine didaktisch aufbereitete Holographie-Ausstellung.
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Phyletisches Museum
Erbertstrasse 1
07743 Jena
> Zur Homepage des Phyletischen Museums
Kontakt:
Tel.: 03641 94-9180
Fax: 03641 94-9142
E-Mail: phyl.museum@uni-jena.de
Öffnungszeiten:
täglich 9.00 bis 16.00 Uhr
Schließtage im Jahr: 24., 25. und 31. Dezember und 1. Januar
1907-1908 Errichtung als ”Museum für Abstammungslehre” durch den Zoologen Ernst Haeckel (1834-1919),
erster Museumszweckbau Jenas, Finanzierung durch Stiftungsgelder,
Architekt: Carl Dittmann unter Mitwirkung Haeckels
1908 Einweihung des Gebäudes und Übereignung an die Universität anlässlich ihrer 350-Jahr-Feier
1988 Rekonstruktion der Jugendstilfassade
1995 Beginn der Restaurierung und Rekonstruktion ausgewählter Innenräume (Medusensaal)
Zur Verbreitung der Darwinschen Lehre von der Evolution warb Haeckel seit 1879 Spenden für die Errichtung eines Phylogenetischen Museums ein. Mit der Schenkung des Museumsbaues an die Universität sicherte er, dass Sammlung und Präsentation naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse sowie deren philosophische Auswertung auf hohem Niveau erfolgen konnten.
Haeckel beeinflusste den Entwurf für den Museumsbau. So lag ihm daran, dass das Prinzip der ”Symmetrie in der Formenbildung aller Lebewesen” vom Baukörper bis zum Bauschmuck beachtet werde.
Der dreigeschossige Bau mit Mansardendach wird über eine doppelläufige Treppenanlage und einen von Arkadenbögen geschützten Eingang im Mittelrisalit erschlossen. Die Fassaden der Seitentrakte sind über dem Sockelgeschoss durch eine vorgelegte kolossale Arkadenordnung gegliedert. Auf die Bestimmung des Gebäudes verweist der Fassadenschmuck: Ein Lebensbaum mit den Bezeichnungen ”Ontogenese” und ”Phylogenese” füllt die Fläche des spielerisch ausgeschwungenen Giebels am Mittelrisalit, und ”Kunstformen der Natur” finden sich in den Brüstungsfeldern.
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Romantikerhaus
Unterm Markt 12 a
07743 Jena
>Zur Homepage des Romantikerhauses
Kontakt:
Tel.: 03641 44-3263
Fax: 03641 22-8829
E-Mail: romantikerhaus@msn.com
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr
17. Jh. Bau als Bürgerhaus auf älteren Fundamenten;
1794 bis 1799 Wohnhaus mit privatem Hörsaal des Philosophen J.G. Fichte (1762 bis 1814),
1979 bis 1981 Sanierung und Ausbau für museale Nutzung;
seit 1999 Literaturmuseum zur Jenaer Frühromantik
Das ehemalige Wohnhaus des Philosophen präsentiert sich heute als Literaturmuseum. Im Jahre 1669 errichtet, befand sich das Gebäude einst am Stadtrand, aber noch innerhalb der Stadtmauern. Es ist das letzte Wohnhaus aus diesem Wohnviertel, welches die Zeit überdauert hat. Einst zierten die schmucklose Fassade eine Vielzahl von Gedenktafeln und verwiesen auf berühmte Bewohner. Darunter auch der Philosoph Johann Gottlieb Fichte, der 1794 nach Jena kam. Im Ratsgüterbuch ist er als Käufer des Hauses vermerkt.
Eine Vorlesungsankündigung bestätigt diese Eintragung: "Mein Auditorium ist in meiner Wohnung unter dem Markte, neben dem alten Fechtboden, wo man nähere Nachricht über diese Vorlesung findet."
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Schillers Gartenhaus
Schillergäßchen 2
07745 Jena
> Zur Homepage des Schillerhauses
Kontakt:
Tel.: 03641 93-1188
Fax: 03641 93-1187
Öffnungszeiten:
1. April bis 31. Oktober
Dienstag bis Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr
1. November bis 31. März
Dienstag bis Samstag 11.00 bis 17.00 Uhr
- an Feiertagen geschlossen -
1797 Erwerb durch Friedrich Schiller als Gartenhaus,
1798 Aufstockung einer Gartenhütte (später „Gartenzinne“), in der Schiller in den Sommermonaten
1797 bis 1799 und im März 1801 an Balladen sowie den Dramen „Wallenstein“, „Maria Stuart“ und die „Jungfrau von Orléans“ arbeiten;
1802 Verkauf des Anwesens durch Schiller;
seit 1924 Schiller-Museum
Das schlichte, verputzte Fachwerkhaus mit Mansarddach am Rande der ehemaligen Löbdervorstadt wurde um 1740 über älterem Keller errichtet. Schiller erwarb das Anwesen für 1150 Taler und ließ es für seine Familie umbauen: das Erdgeschoss für die Kinder und Bediensteten, das Obergeschoss für seinen Frau Charlotte und die Mansarde zur eigenen Nutzung. In der Nordwestecke des Gartens entstand ein kleines Haus, in das die Küche verlegt wurde. In der Südwestecke wurde auf alten Fundamenten die „Gartenzinne“ errichtet, ein pavillon, in dem unten ein Badezimmer und darüber ein Schreibakbinett untergebracht waren. Von hier hatte der dichter einen weiten Blick über den hinter dem Garten fließenden, heute verrohrten Leutra-Bach in die freie Natur. 18818 wurde die Zinne abgerissen und 1978/79 rekonstruiert.
Ein nördlicher Anbau an das Haupthaus bestand als Holzlager bereist im 18. Jh. Den südlicher Erweiterungsbau ließ Ernst Abbe errichten, als er das Gartenhaus von 1878 bis 1888 bewohnte. Von dem ökonomisch gegliederten Nutzgarten mit Küchengarten, Obstbaumwiese, Blumenrabatten und abschließendem Gehölzsaum gibt es Grundriss und Ansichten aus der Zeit um 1800. Sie bilden die Grundlage für die derzeitige Gestaltung.
Memorialräume im Wohnhaus und in der Zinne erinnern an den Aufenthalt Friedrich Schillers in Jena.
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Schott GlasMuseum & Schott Villa
Otto-Schott-Strasse 13
07745 Jena
>Zur Homepage des SchottGlasmuseums
Kontakt:
Tel.: 03641 681-765
(SCHOTT GlasMuseum)
Tel.: 03641 681-754
(SCHOTT Villa)
Fax: 03641 681-756
E-Mail:museum@schott.com
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 13.00 bis 17.00 Uhr
1889-1890 Bau als Wohnhaus für Otto Schott (1851-1935) auf dem Grundstück des 1884 von ihm mit Carl Zeiß und Ernst Abbe gegründeten “Glastechnische Laboratoriums Schott&Gen.”,
Bauausführung: Theodor Hartmann
1901 Erweiterung durch südlichen Anbau
1950-1988 Nutzung als Kinderkrippe des Jenaer Glaswerkes
seit 1997 Teil des Projektes “Schott Museum für Glastechnik”
Es entsprach der Weitsicht Ernst Abbes, den Glastechniker Otto Schott nach Jena zu holen. Die Herstellung hochwertiger und in ihren Eigenschaften unterschiedlicher optischer Geräte war eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung der Produktpalette der Fa. CARL ZEISS.
Die ersten Schmelzen für optische Gläser wurden 1884 in der neuen Glashütte der Fa. SCHOTT & GEN. oberhalb des Weimar-Geraer Bahnhofs hergestellt.
Fünf Jahre später ließ sich Otto Schott unmittelbar neben dem Betrieb sein Wohnhaus errichten.
Die repräsentative, zweigeschossige Villa über Souterrain mit Walm- und Satteldach erwies sich als zu klein für die mit fünf Kindern gesegnete Familie Schott. Also wurde 1901 durch die Wiederholung des überhöhten, mit Pilastern, Eckquaderung und Tympanon klassisch geschmückten Mitteltraktes die Wohnfläche vergrößert. Der ehemalige Seitentrakt wurde aufgestockt und verband nun die beiden gestaltnahen Gebäudeteile. Von der reichen wandgebundenen Innenausstattung ist trotz späterer Umbauten viel erhalten – Türen, Wandverkleidung, Stuckdecken und ein um 1912 von Stanislaus Cauer gestalteter Zierbrunnen. Otto Schott bewohnte das “Dienstwohngebäude” bis zu seinem Tode.
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Stadtmuseum & Kunstsammlung der Stadt Jena
Markt 7
07743 Jena
> Zur Homepage des Stadtmuseums
Kontakt:
Tel.: 0 36 41 / 49-82 61
Fax: 0 36 41 / 49-82 55
E-Mail: matias.mieth@jena.de
Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Freitag: 10.00 bis 17.00 Uhr
Donnerstag: 14.00 bis 22.00 Uhr
Samstag, Sonntag: 11.00 bis 18.00 Uhr
"Alte Göhre"
1319 erste urkundliche Erwähnung als Wohnhaus des Marrktmüllers;
um 1500 Errichtung der Fassade mit Vorhangbogenfenster auch Sichtfachwerk, Sitzbnischenportal;
1893 Ankauf durch den Weinhändler Paul Göhre, Errichtung von Weinhandlung und -restaurant;
seit 1986 Stadtmuseum;
1999 bis 2001 Abbruch des Dachstuhls und Fachwerkoberstockes wegen Bauschäden, Wiederaufbau im historischen Erscheinungsbild
"Neue Göhre"
1908 Errichtung als Wohn- und Geschäftshaus auf dem an die "Alte Göhre" angrenzenden Marktmühlengrundstück durch Paul Göhre;
Architekt: Johannes Schreiter ; Fassadengestaltung der "Neuen Göhre" in Anlehnung an die "Alte Göhre";
1992 bis 1993 Sanierung des Gebäudes und Restaurierung der Fassade; Teil des Stadtmuseums
Das spät- und neogotische Gebäudeensemble am Jenaer Marktplatz ist ein besonderer Treffpunkt von Geschichte und Moderne. Unter einem Dach sind Stadtmuseum und Kunstsammlung vereint. Diese Symbiose erlaubt dem Besucher sowohl interessante Einblicke in die Stadtgeschichte als auch spannende Begegnungen mit der modernen Kunst.
Das Jenaer Stadtmuseum beherbergt in einem spätgotischen Gebäude, der "Alten Göhre" seine Ausstellungen zur Stadtgeschichte. Der Zeitstrahl führt den Besucher von den Anfängen Jenas über die "Sieben Wunder" oder Universitätsgründung 1558 zur "Stapelstadt des Wissens und der Wissenschaften" (Goethe). Philosophen wie Reinhold, Fichte, Schelling oder Hegel machten Jena Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhundert zu einem "Saal-Athen". Den freiheitlichen Geist dokumentiert auch die Gründung der Jenaer Urburschenschaft mit Exponaten wie der Fahne und Verfassung. Ebenso bekunden die industriellen Anfänge Jenas die geistige Kraft und den mutigen Gestaltungswillen herausragender Persönlichkeiten, wie Zeiss, Abbe oder Schott.
Im angrenzenden Erweiterungsbau von 1908, "Neue Göhre" genannt, befinden sich die Ausstellungen der Kunstsammlung, die Galerie sowie das Kabinett.
Hier richtet das Museum in Galerie und Kabinett jährlich 8-10 Sonderausstellungen zur Kunst und Kunstgeschichte aus. Dabei wechseln aktuelle Positionen der jungen internationalen Gegenwartskunst mit Personalausstellungen anerkannter Künstler oder kunsthistorischen Themen.
Die Ausstellungen bevorzugen kein bestimmtes Medium, sondern sind offen im Diskurs, vielfältig in der Erscheinung und kritisch in der Aneignung. Die Kunstsammlung der Stadt Jena umfasst Werke aus der Zeit des Mittelalters bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert. Den Schwerpunkt der Sammlung bildet die Kunst des 20. Jahrhunderts, von der klassischen Moderne bis hin zur Kunst der DDR. Nach 1989 wurde die Sammlungstätigkeit auf das künstlerische Schaffen in der gesamten Bundesrepublik ausgedehnt. Die Kunstsammlung präsentiert ihre Bestände in wechselnden Einblicken.
Die beiden Gebäude des Stadtmuseums sind Kulturdenkmale des Landes Thüringen.
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