Bauhausthemenjahr äußerst erfolgreich
Das Themenjahr „90 Jahre Bauhaus“, das Jena 2009 mit der Impulsregion, zu der Weimar, Erfurt und das Weimarer Land zählen, vorbereitete und inhaltlich gestaltete, ist erfolgreich zu Ende gegangen.
Erstmals kam es anlässlich des hochkarätigen Kulturereignisses zu einem abgestimmten Ausstellungs- und Veranstaltungskonzept mit Gera, das die regionalen Bezüge von Bauhausmeistern und -schülern in den Mittelpunkt rückte. Zu den Höhepunkten in Jena gehörten die Ausstellungen „In nachbarlicher Nähe – Bauhaus in Jena“ und „Punkt und Linie zu Fläche. KANDINSKY am Bauhaus“ der Kunstsammlung im Stadtmuseum. Beide Expositionen zogen über 34 000 Besucher an. Die Eigenproduktion „Schillers Räuber_Rap´n Breakdance Opera“ (Komposition: Ludger Vollmer, Regie: Dorotty Szalma), in die neben professionellen Künstlern und Hochbegabten Jugendliche aus dem Stadtteil Lobeda eingebunden wurden, erlebte eine fulminante Premiere, viele weitere Aufführungen und Gastspiele. Die szenisch-musikalische Collage „Im milden Glanz der Bratwurst“, eine Uraufführung aus der Feder des Komponisten und Musikers Frieder W. Bergner, begeisterte auch das Publikum am Bauhaus in Dessau. Eine Audiowanderung (Konzept: Kay Kalytta) hat die Besucher mit Gebäuden von Architekten des Neuen Bauens in Jena bekannt gemacht. Der künstlerisch-musikalischer Parcours unter dem Titel „Augenklang“ kann auch 2010 im Stadtmuseum am Markt gebucht werden.
Mit dem Bauhausjahr wurde versucht, die vielfältigen Beziehungen, die Meister und Schüler des Bauhauses nach Jena unterhielten, einer breiten Öffentlichkeit wieder ins Bewusstsein zu rufen. Lange bevor sich das Bauhaus 1919 in Weimar gründete, machte der Jenaer Kunstverein die späteren Bauhausmeister Paul Klee und Wassily Kandinsky einem breiten Publikum mit Einzel- und Gruppenausstellungen bekannt. Ideengeber für das ambitionierte Programm war Ausstellungsleiter Walter Dexel – ein Kunsthistoriker und Künstler, der sich als Mitgestalter eines umfassenden Kulturbegriffs sah. Als 1924 von Regierungsseite zum Generalangriff auf das Bauhaus geblasen wurde, beschloss Dexel, das gesamte Jahresprogramm mit Arbeiten der Gestaltungschule zu bestücken. Dabei erweiterte sich die traditionelle Ausstellungskultur um Baukunst, Fotografie, Design und Bühnenbild.
Neben den Malern wurden aber auch die Architekten vom Bauhaus in Jena geschätzt. Walter Gropius erhielt seinen ersten öffentlichen Bauauftrag in Thüringen 1921 für den Umbau des hiesigen Stadttheaters. Das neuartige Gebäude faszinierte den Physiker Felix Auerbach offenbar so sehr, dass er ein privates Wohnhaus bei Gropius in Auftrag gab. 1927 ließ sich die aus Wien stammende Therese Zuckerkandl unter den Sonnenbergen ein funktionales Wohnhaus von Gropius projektieren. In der Folgezeit wurden mehrere Projekte des Neuen Bauens in Jena realisiert: ein Studentenhaus am Philosophenweg und das Abbeanum von Ernst Neufert und Otto Bartning, das Zeiss-Planetrium und weitere Industriebauten des Jenaer Architekturbüros Schreiter & Schlag, sowie Bauten im Zeiss-Hauptwerk von Emil Fahrenkamp.
Mit dem Bauhausjahr wurde versucht, die vielfältigen Beziehungen, die Meister und Schüler des Bauhauses nach Jena unterhielten, einer breiten Öffentlichkeit wieder ins Bewusstsein zu rufen. Lange bevor sich das Bauhaus 1919 in Weimar gründete, machte der Jenaer Kunstverein die späteren Bauhausmeister Paul Klee und Wassily Kandinsky einem breiten Publikum mit Einzel- und Gruppenausstellungen bekannt. Ideengeber für das ambitionierte Programm war Ausstellungsleiter Walter Dexel – ein Kunsthistoriker und Künstler, der sich als Mitgestalter eines umfassenden Kulturbegriffs sah. Als 1924 von Regierungsseite zum Generalangriff auf das Bauhaus geblasen wurde, beschloss Dexel, das gesamte Jahresprogramm mit Arbeiten der Gestaltungschule zu bestücken. Dabei erweiterte sich die traditionelle Ausstellungskultur um Baukunst, Fotografie, Design und Bühnenbild.
Neben den Malern wurden aber auch die Architekten vom Bauhaus in Jena geschätzt. Walter Gropius erhielt seinen ersten öffentlichen Bauauftrag in Thüringen 1921 für den Umbau des hiesigen Stadttheaters. Das neuartige Gebäude faszinierte den Physiker Felix Auerbach offenbar so sehr, dass er ein privates Wohnhaus bei Gropius in Auftrag gab. 1927 ließ sich die aus Wien stammende Therese Zuckerkandl unter den Sonnenbergen ein funktionales Wohnhaus von Gropius projektieren. In der Folgezeit wurden mehrere Projekte des Neuen Bauens in Jena realisiert: ein Studentenhaus am Philosophenweg und das Abbeanum von Ernst Neufert und Otto Bartning, das Zeiss-Planetrium und weitere Industriebauten des Jenaer Architekturbüros Schreiter & Schlag, sowie Bauten im Zeiss-Hauptwerk von Emil Fahrenkamp.