Schiller und Goethe in Jena
Die Jenaer Jahre gehörten zu den produktivsten seines Lebens. Nirgendwo sonst hat Friedrich Schiller so lange zusammenhängend gearbeitet und gewohnt wie in Jena; und zu keinem anderen Ort hatte er ein derart ausgeprägtes Verhältnis.
Goethe war von der reizvollen Lage der Stadt Jena begeistert. Er kehrte immer wieder - oft für Wochen und Monate - in die Saalestadt zurück, in der er - rechnet man die Zeit seiner Aufenthalte zusammen - fast fünf Jahre seines Lebens verbrachte.
Schillers Gartenhaus
Schillergäßchen 1, 07743 Jena
Wohnstätte des Jenaer Professors Friedrich Schiller
Neben dem Wohnhaus kann auch die Gartenzinne und das Küchenhäuschen betrachtet werden
In der Gartenzinne entstanden "Wallenstein", Teile der Dramen "Maria Stuart" und die "Jungfrau von Orleans" und viele Balladen.
Im Garten steht noch der alte ovale Steintisch, an dem Schiller oft mit Goethe gesessen hat, um Gedanken auszutauschen.
Schillerkirche
Schlippenstraße 30, 07749 Jena
Trauungskirche Friedrich Schillers und Charlotte von Lengefeld (1790)
Universität Jena (1558)
Collegium Jenense (ehem. Kloster) ist die Gründungsstätte der Universität
Historisches Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität
Stella-Skulpturen auf dem Ernst-Abbe-Platz
Campus der Universität
Ernst-Abbe-Platz, 07743 Jena
Der gesamte rechtwinklig angelegte und etwa 46.000 Quadratmeter umfassende Gebäudekomplex des ehemaligen Zeiss-Hauptwerkes wurde in den 1990er Jahren umgebaut und neuen Nutzungen zugeführt. Neben der architektonisch besonders gelungenen Shoppingmall Goethegalerie mit integriertem Vier-Sterne-Hotel entstand auf dem benachbarten Ernst-Abbe-Platz der neue Campus der Universität. Dort befinden sich eine Mensa, mehrere Hörsäle, zahlreiche Institute und ein zentraler Haltepunkt der Straßenbahn. Den sehr modernen Platz zieren fünf Plastiken des amerikanischen Künstlers Frank Stella aus der sogenannten Hudson River Valley Series von 1995.
Goethe-Gedenkstätte im Botanischen Garten
Fürstengraben 26, 07743 Jena
Ehemaliges Inspektorhaus, Gedenkstätte erinnert an Goethe als Dichter, Staatsmann und Naturwissenschaftler in Jena
Griesbachsches Gartenhaus
Am Planetarium 7, 07743 Jena
Sommersitz des Theologen Griesbach mit Goethe-Denkmal wurde 1806 von Franzosen geplündert und diente als Fluchtort der Bevölkerung
(nur von außen zu besichtigen)
Historisches Gasthaus "Grüne Tanne"
Karl-Liebknecht-Straße 1, 07749 Jena
Gründungsort der Urburschenschaft (1815)
Erstmalig wurden hier die deutschen Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold gezeigt. Goethe lebte und arbeitete hier 1817-1818, und zur gleichen Zeit hielt sich hier Heinrich von Gagern, späterer Präsident der ersten deutschen Nationalversammlung von 1849 auf.
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