Museumsnacht Jena
Museumsnacht 2010 - ein Rückblick
Reichlich VERWandlungen in der Langen Nacht der Museen in Jena 2010Vielleicht war die Nacht nicht so hell wie der Tag zuvor, allemal aber so lebendig und ereignisreich.
Mehr als 2000 Besucher, vor allem viele Familien, ließen es sich nicht nehmen, die Vielfältigkeit und Wandlungsfähigkeit der 23 Einrichtungen der Museumsnacht auf der Runde der Vielfalt, der Farben, der Verwandlung oder der Familienrunde zu bestaunen.
Kinder konnten im Phyletischen Museum nach Fossilien graben, in der Mineralogischen Sammlung mit Mineralen basteln oder in der Galerie Stadtspeicher mit Farben experimentieren.
Im Phyletischen Museum stand das Internationale Jahr der biologischen Vielfalt im Mittelpunkt des Programms. So gab es einen Vortrag über die Vielfalt eines Bergregenwaldes in Ecuador und Führungen durch die Ausstellung „Vielfalt der Tiere“. Die Kunstsammlung im Stadtmuseum Jena eröffnete die Ausstellung „Demon Darlings“ von Michael Nitsche, und bei einer Führung durch die Porzellan-Ausstellung erfuhr man Neues aus der Geschichte der Porzellanmanufaktur Burgau.
Experimentelles konnten die Besucher in der Tourist-Information Jena mit Goethes Farbenlehre und der Cartoonstin Julia Tripke erleben, während Dr. Birgit Kreher-Hartmann von der Mineralogischen Sammlung die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer beim Experimentalvortrag über das Erz als Gebrauchsgegenstand mit einer kleinen Fragerunde testete.
Den literarisch-musikalischen Abschluss bestritt das Romantikerhaus mit ihrem Programmpunkt „Erotisches zur Nacht“, während das Optische Museum, der VIDEOaktiv Jena e. V. im Stadtmuseum und das Kino im Schillerhof den Abend filmisch ausklingen ließen. Die Kunsthandlung Huber & Treff entließ die Besucher mit der belgischen Elektroclash-Band Ringel-S, und in der Galerie pack of patches wurden beim Nachtchat mit Künstlern noch bis tief in die Nacht Fragen zur Evolution in der Kunst diskutiert.
Am Sonnabend konnte bei einer Führung über die historischen Wege von 1806, vom Stadtzentrum zum Museum 1806 die Wanderung besucht werden. Dort bildete das Museumsfest den Abschluss für eine ereignisreiche Nacht und den Morgen danach.