(Foto: Glasser)
„Die Entwicklung einer solchen Firma wie Vacom beeindruckt mich sehr. Mit drei Mann hat Dr. Ute Bergner vor 17 Jahren unter schlechten Bedingungen begonnen. Daraus hat sich nun ein Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten entwickelt“, sagte Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter am Mittwoch, 11. März, bei seinem Besuch der Firma Vacom, die in Jena drei Standorte hat.
Dr. Ute Bergner, die Geschäftsführerin des Unternehmens, hatte den OB durch die Fertigungshallen geführt, um ihm zu zeigen, mit welch moderner Technik ein breites Produktangebot, von Vakuumkomponenten bis hin zu ganzen Messtechniksystemen, produziert wird.
„Jeder neue Weg beginnt mit einem ersten Schritt“, das ist das Motto von Vacom. Den ersten Schritt hat Ute Bergner noch im alten Zeiss-Hauptwerk unternommen, später in ausgedienten Garagen. Dann folgte der erste Neubau in der Gabelsberger Straße, bevor vor zwei Jahren das Produktionsgebäude im Gewerbegebiet von Großlöbichau eingeweiht wurde. Stetig wuchs die Zahl der Mitarbeiter, stetig auch die Zahl der Lehrlinge. Rund 25 Prozent der Beschäftigten bei Vacom sind Lehrlinge. Bei Vacom wird Wert darauf gelegt, den Nachwuchs möglichst selbst auszubilden.
Das Jenaer Unternehmen hat inzwischen nicht nur einen Standort in Belgien, sondern unterhält Geschäftsbeziehungen zu Partnern in mehr als 40 Ländern. Denn Vakuumkomponenten werden für viele Produkte gebraucht, sei es für die Computertechnik, für Flachbildschirme, für die Medizintechnik oder auch für verschiedenste Beschichtungsmethoden.
„An Vacom scheint die Krise vorbeizugehen“, sagte Ute Bergner selbstbewusst. Allein im ersten Quartal dieses Jahres seien neun neue Mitarbeiter in ihrem Unternehmen eingestellt worden, im Sommer werden bei Vacom sieben neue Lehrlinge mit ihrer Ausbildung beginnen. Zudem berichtete Bergner von einem Umsatzplus, das sie mit mehr als 30 Prozent bezifferte.
Ute Bergner ist in Jena nicht nur als die Geschäftsführerin der Vacom bekannt. Sie ist die „Jenaer Unternehmerin des Jahres 2008“. Zudem betreibt ihr Unternehmen das Internat für die Schüler des Carl-Zeiss-Gymnasiums und ist Hauptsponsor der Mathematik-Olympiade.
„Mit Ihrem Unternehmen tragen Sie zur Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Jena bei“, sagte der Oberbürgermeister.
Im Bild: Dr. Ute Bergner zeigt dem Oberbürgermeister Dichtflansche, die Daniel Nieswandt an einer CNC-Drehmaschine hergestellt hat.