Blick auf den Holzmarkt, Löbdergraben. Quelle: Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Pressemitteilung vom 11.02.2010

Ab dem Frühjahr 2010 kein Verbrennen von Baum- und Strauchschnitt mehr

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Die Stadt Jena weist zukünftig keine Zeiträume mehr für das Verbrennen von Baum- und Strauchschnitt aus. Dieser ist - wie alle anderen pflanzlichen Abfälle auch - ausschließlich über Eigenkompostierung, Biotonnen und die Abgabe auf dem Wertstoffhof zu entsorgen.

Grund für diese Entscheidung ist die Änderung der Pflanzenabfall-Verordnung vom 28. Oktober 2009. Baum- und Strauchschnitt, der auf nicht gewerblich genutzten Grundstücken anfällt, durfte bisher ausnahmsweise und nur unter bestimmten Voraussetzungen im Frühjahr und im Herbst verbrannt werden. Die neue Thüringer Pflanzenabfall-Verordnung hingegen legt fest, dass eine ausnahmsweise Verbrennung nur noch „außerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile“ zulässig ist. Aufgrund der lufthygienisch ungünstigen Tallage, sind jedoch speziell für Jena auch diese verbleibenden Außenbereichsflächen für eine Verbrennung nicht geeignet.

Starke Rauchentwicklung, die bei der Verbrennung entsteht, führte in den letzten Jahren immer wieder zu Belästigungen der Anwohner bis hin zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Mit dem Verbrennen pflanzlicher Abfälle erhöht sich die Feinstaubbelastung, da die für eine rückstandslose Verbrennung nötigen Temperaturen in offenen Feuerstellen nicht erreicht werden. Feinstaub führt zu Atemwegsbeschwerden und ist an der Entstehung von Lungenkrebs beteiligt. Er kann Allergien auslösen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern.

Das Verbrennen von Pflanzen mit Schädlingsbefall ist nach Attestierung durch das Landwirtschaftsamt Stadtroda weiterhin möglich.
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