Blick auf den Holzmarkt, Löbdergraben. Quelle: Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Pressemitteilung vom 25.02.2010

Veränderungen der Jenaer Schullandschaft bis 2011/12

Es geht um ein zweisprachiges Angergymnasium und um mehr Eigenverantwortung für die Schulen

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Zu Beginn des Schuljahres 2011/12 soll es in Jena eine etwas veränderte Schullandschaft geben. Bildungsdezernent Frank Schenker war am Donnerstag, 25. Februar, zu einem Gespräch im Kultusministerium, um die Wege in zwei Richtungen zu ebnen.
Punkt 1 ist die Zweisprachigkeit des Angergymnasiums. „Vertreter vom Ministerium und ein Lehrer vom Angergymnasium werden gemeinsam mit dem Schulamt entscheiden, wie mit Neueinstellungen oder auch Versetzungen erreicht werden kann, dass für das Schuljahr 2011/12 die notwendigen Lehrkräfte zur Verfügung stehen“, sagte Frank Schenker. Es sei nicht so leicht, Fachlehrer zu finden, die auch in einer Fremdsprache fit sind. Vorzugsweise sollen Muttersprachler eingestellt werden.
Komplizierter noch als die Vorbereitung des zweisprachigen Gymnasiums ist der Plan der Kommunalisierung von Schulen. „Wir werden jetzt noch vor Ostern eine Projektgruppe bilden, in der Mitarbeiter aus dem Kultusministerium und der Stadtverwaltung gemeinsam die verschiedenen Facetten des Vorhabens beleuchten“, so Schenker. Das Ziel sei fixiert: Es gehe um die stärkere Eigenverantwortung der Schulen, um eigene Personalbudgets und um die eigene Festlegung von notwendigen Fachkompetenzen.
Grundsätzlich sehe man auch im Ministerium, dass langfristig kein Weg an der stärkeren Verantwortung der Kommunen für die Schulen vorbeigehe. Aber die speziellen Probleme seien zunächst genauer zu untersuchen, denn Jena sei an der Stelle Vorreiter und gebe das Tempo vor. „Wir müssen jetzt prüfen, welche Vor- und Nachteile eine solche Kommunalisierung hat, welche Chancen natürlich auch. Und wir werden Zwischenschritte erörtern“, sagte Frank Schenker. Möglicherweise werde es einen Vertrag geben zwischen dem Land und der Stadt Jena, der einen gesonderten Jenaer Weg festlegt und die Unterstützung der Stadt für die Schulen ohne den Umweg übers Schulamt. „Es wird zu diskutieren sein, ob auch Mischvarianten denkbar sind, bei denen sich Stadt und Ministerium in verschiedene Verantwortungsbereiche teilen“, so Frank Schenker. Bis zum Schuljahresbeginn 2011/12 sollen erste wirksame Entscheidungen vorliegen.
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