Winterliches Jena mit Saale. © Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Pressemitteilung vom 16.12.2010

Stadt Jena wird Anteile an ihren Stadtwerken Energie zurückkaufen

Anteile soll neuer strategischer Investor übernehmen

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Mehrheitlich votierte der Jenaer Stadtrat am Mittwochabend (15. Dezember) dafür, zehn Prozent der Anteile an der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH von der E.ON Thüringer Energie AG zurückzukaufen. Mit dem Kauf der E.ON-Anteile, die zehn Prozent haben einen Wert von 42,8 Millionen Euro, steigt der indirekt gehaltene Anteil der Stadt Jena an den Stadtwerken Energie von 64,1 Prozent auf 74,1 Prozent. Dies führt zu einer teilweisen Rekommunalisierung des Jenaer Energieversorgers, die jedoch nicht von Dauer sein soll. Deshalb wird der Weiterverkauf der Anteile an einen neuen Partner mit strategischem Interesse und Potenzial vorbereitet. „Wir sind mit mehreren potenziellen Partnern im Gespräch. Sehr frühzeitig hat beispielsweise die Thüga Interesse bekundet. Das schließt aber nicht aus, dass wir auch mit weiteren Interessenten Gespräche aufnehmen“, sagte Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter. Er sehe zwar keine politische Mehrheit für die EIB (Energie in Bürgerhand) aus Freiburg, könne sich aber durchaus vorstellen, dass den Jenaer Bürgern die Möglichkeit eingeräumt werde, sich an den Stadtwerken zu beteiligen.
Die Rückkaufmöglichkeit von Stadtwerke-Anteilen basiert auf einem 1992 abgeschlossenen Konsortialvertrag, der der Stadt und den Stadtwerken Jena per 1. Januar 2012 den Erwerb von Anteilen der privaten Mitgesellschafter ermöglicht. Diese sogenannte Call Option muss bis zum
31. Dezember 2010 ausgeübt werden. Stadt und Stadtwerke Jena haben deshalb seit einem Jahr an diesem gemeinsamen Projekt gearbeitet, um dem Jenaer Stadtrat eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu liefern.
Bislang gibt es drei private Gesellschafter der Stadtwerke Energie, neben der E.ON die Erdgasversorgungsgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH (EVG) und die Evonik (Evonik New Energies). Mit dem bisherigen Gesellschafter E.ON gab es Differenzen beim Übergang von Strom- und Gasnetzen durch die Vergabe neuer Konzessionen, E.ON ist Mitbewerber auf dem Energiemarkt, zudem scheiterten die Verhandlungen über einen neuen Fernwärmebezugsvertrag zwischen E.ON und den Stadtwerken Energie.
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