Blick auf den Holzmarkt, Löbdergraben. Quelle: Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Pressemitteilung vom 15.07.2011

Jenaer Philharmonie wirkt weit über die Landesgrenzen hinaus

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Gegen die Einstufung der Jenaer Philharmonie als lediglich regional wirkendes Orchester wenden sich Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter und die Musiker der Philharmonie.
„Aus einigen regionalen Aufgaben der Jenaer Philharmonie wurde vom Kultusministerium abgeleitet, es gebe keine überregionale Bedeutung. Das ist eine für uns schmerzliche Beurteilung, die heftig an der Realität vorbeigeht. Zudem wurde diese Klassifizierung mit uns gar nicht beschlossen“, sagte der Oberbürgermeister am Rande einer Probe des Orchesters für ein Konzert in Schwäbisch Gmünd anlässlich des dortigen Festivals Europäischen Kirchenmusik.

Die Orchester in Gera-Altenburg, am Deutschen Nationaltheater Weimar, in Meiningen sowie an der Oper Erfurt wurden als überregional bedeutsam eingestuft, der Jenaer Philharmonie gestand das Kultusministerium lediglich eine regionale Bedeutung zu. Und dies bei immerhin 30 Konzerten in 17 Städten Deutschlands während der letzten drei Jahre. Herausragende Gastspiele der Jenaer Philharmonie waren die jährlichen Konzerte in der Kölner Philharmonie, in der Alten Oper in Frankfurt a. M. sowie im Französischen Dom zu Berlin, wo die Jenaer Musiker den Ruf der Stadt weit über die thüringischen Grenzen hinaustrugen. Hinzu kommen Auslandsgastspiele in Ljubljana (Slowenien), Katowice (Polen), Amiens und Laon (Frankreich).
Die europaweite Bedeutung der Jenaer Philharmonie wird schließlich deutlich durch die Partnerschaft im Europäischen Orchesternetzwerk „ONE“, das Orchester aus zehn europäischen Nationen vereint (Frankreich, Slowakei, Slowenien, Polen, Tschechische Republik, Niederlande, Spanien, Litauen, Bulgarien, Deutschland – vertreten durch die Jenaer Philharmonie!). Die gemeinsamen Projekte des Orchesternetzwerks werden zudem von der Europäischen Union in Brüssel gefördert.

Neben den Konzerten sind auch die CD-Einspielungen zu nennen (für das internationale Label „Naxos“ und das dänische Label „Dacapo“), die ebenfalls über die regionalen Grenzen hinaus wirken.
Das Land trägt derzeit mit 1,4 Millionen Euro im Jahr zur Finanzierung der Philharmonie bei. Dieser Betrag soll nun eingefroren werden mit dem Hinweis auf eine lediglich regionale Bedeutung. Freilich arbeiten die Jenaer Musiker auch regional mit regulären Gastspielen in ganz Thüringen und der engen Kooperation mit der Hochschule für Musik in Weimar, wofür nur wenig Geld nach Jena zurückfließt. Aber angesichts von jährlich 10 bis 15 Konzerten deutschlandweit und auch im Ausland von einem lediglich regional bedeutsamen Orchester zu sprechen, schmälert die Leistungen der Jenaer Philharmoniker.
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