Blick auf den Holzmarkt, Löbdergraben. Quelle: Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Pressemitteilung vom 21.03.2012

Demenz. Eine Krankheit fordert die Gesellschaft heraus

Podiumsdiskussion am Freitag, 23. März, im Volkshaus

Kontakt

Pressesprecherin
Barbara  Glasser
PF 100 338, 07703 Jena
Am Anger 15
07743 Jena

Tel. 03641 49-2004
Mobil 0162 2663015
Fax 03641 49-2020
presse@jena.de
weitere Kontaktdetails plusweniger Kontaktdetails minus


Demenz – das ist das Thema einer Podiumsdiskussion am Freitag, 23. März, 19.30 Uhr im Kleinen Saal des Volkshauses. Im Podium sitzen Heike Taubert, die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter, Prof. Dr. Michael Opielka vom Fachbereich Sozialwesen der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena, Prof. Dr. Karl-Jürgen Bär aus der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Uniklinikums sowie Dr. Norbert Gittler-Hebestreit, Gesundheitsmanager im Uniklinikum. Die Journalistin Ulrike Greim-Haspel wird die Diskussion moderieren.

Demenz ist eine Krankheit, die in unserer Gesellschaft immer noch tabuisiert wird. Auch wenn in den letzten Jahren von Seiten der Medizin und der Politik erste Schritte gegangen wurden, um Missverständnisse und Ängste in der Gesellschaft in Bezug auf Demenzerkrankungen auszuräumen, so ist das Thema doch erst durch den Fall Rudi Assauer einer breiteren Öffentlichkeit bewusst geworden. Im Moment leben in Thüringen ca. 37.000 Demenzkranke. Ungefähr 75 Prozent der Kranken werden zu Hause gepflegt, 25 Prozent leben in einer Pflegeeinrichtung. Der Anteil demenzkranker Menschen ausgehend von der Gesamtzahl der Heimbewohner liegt bei ca. 50 Prozent. Die Gefahr, an Demenz zu erkranken, steigt ab einem Alter von 80 Jahren. Betrachtet man die demografische Entwicklung und die Tendenz, dass Menschen in Deutschland immer älter werden, wird deutlich, dass Demenzerkrankungen unser Leben, unsere Gesellschaft und das Miteinander zunehmend prägen werden. Sei es dadurch, dass wir selbst davon betroffen sind oder als pflegende Angehörige, als Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser oder aber als Politiker.
Die Teilnehmer des Podiums können auf Grund ihrer Erfahrungen interessante Einblicke in diese Bereiche geben und die Fragen der Anwesenden beantworten. Wie kann die Öffentlichkeit besser über die Demenz und die damit verbundenen Krankheitssymptome informiert werden? Wie kann es gelingen, Hausärzte besser in Bezug auf eine frühzeitige Diagnose der Demenz zu sensibilisieren? Wie kann die Versorgung in den Krankenhäusern verbessert werden? Wie können pflegende Angehörige entlastet werden und wie kann insbesondere eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf gelingen?
Ergebnisse: 0
Meinten Sie: