05.12.2015 - 03.04.2016

Afterimages. Nachhall der Schwarzen Romantik in der Videokunst.

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Max Hattler: 1923 aka Heaven,  2010. Videostill Max Hattler: 1923 aka Heaven, 2010. Videostill

Ende des 18. Jahrhunderts

hatten Verstädterung, Kriege und Revolutionen die Gesellschaften Europas zerrieben. Dieses schicksalhafte Scheitern ließ eine junge Generation von Künstlern nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten suchen. So entstand vor dem Hintergrund der Besinnung auf das Überwältigende der Natur und die Erkundung der eigenen Gefühlswelt eine offene Universalpoesie. Entgegen der heutigen Verwendung des Wortes »Romantik« war diese Suche von Irrationalität, Schrecken und dunklem Verlangen durchsetzt.
In der Literatur wurden Sujets wie Mischwesen oder Albträume bearbeitet, beispielsweise bei den Gebrüdern Grimm oder Edgar Allan Poe. Prägende Bildformeln der Malerei, etwa ins Übernatürliche gesteigerte Landschaften, Porträts menschlicher Grausamkeit und sich ins Ungegenständliche auflösende Naturphänomene sind bei Caspar David Friedrich, Francisco de Goya oder William Turner zu finden. Eine Vielzahl dieser Motive fanden Einzug in den im späten 19. Jahrhundert aufkommenden Film. Pioniere wie Louis Lumière oder Alice Guy-Blaché erkannten die Potentiale der neuen Technik und die darstellende Kraft von Spezialeffekten. Durch diese dauerhafte Verwachsung mit der Hoch- und Populärkultur sind die Sujets der »Schwarzen Romantik« auch in der zeitgenössischen Kunst anzutreffen. Somit entstehen aus dem Wissen um die Vergangenheit und in der Reibung mit der Gegenwart eigenständige künstlerische Positionen, die alte und neue Sehnsuchtsgeflechte verarbeiten.

Die Ausstellung AFTERIMAGES

stellt zwölf Positionen der internationalen Video- und Filmkunst in der Kunstsammlung Jena vor.
Zur Ausstellung erscheint ein Buch, welche die romantische Idee des Fragmentarischen als zukunftsweisendes Prinzip aufgreift.

Beteiligte Künstler:

William Lamson
Max Hattler
Andrew Voogel
Yves Netzhammer
Maria von Hausswolff
Susann Maria Hempel
Greta Alfaro
Nathalie Djurberg & Hans Berg
Ulu Braun
Quay Brothers
Bill Morrison
Tony Oursler


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Greta Alfaro: In Ictu oculi
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Faltblatt (2.6 MB)
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