10.02.2005 - 01.05.2005

Moneta Augusti. Römische Münzen der Kaiserzeit im Akademischen Münzkabinett der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit des Instituts für Altertumswissenschaften/Lehrstuhl Klassische Archäologie und des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie dem Stadtmuseum Jena.

 

Die im frühen 19. Jh. zusammengetragene Sammlung des preußischen Offiziers Friedrich Wilhelm Schmidt ist mit über 4000, vorwiegend römischen Münzen der bedeutendste Teil der im Akademischen Münzkabinett der FSU Jena befindlichen Bestände. Mit ca. 500 Münzen des 1.–5. Jhs. n. Chr. wird der Sammlungsschwerpunkt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Das reichsweit umlaufende, besonders zum Unterhalt des Heeres dienende Geld wurde bis zur Mitte des 3. Jhs. hauptsächlich in Rom geprägt. Direkt der kaiserlichen Kontrolle unterworfen, dienten die Münzbilder der Selbstdarstellung des Herrscherhauses. Die Münzen tragen die Bildnisse der Kaisers und seiner von ihm vorgesehenen Nachfolger, daneben die Porträts der Frauen des Kaiserhauses, die die natürliche Nachfolge sicherten, und die Porträts der zur Legitimation der bestehenden Herrschaft zu Staatsgöttern erhobenen, verstorbenen Kaiser und Kaiserinnen. Mit der Vielfalt ihrer Bilder bieten die römischen Münzen der Kaiserzeit und Spätantike das wohl umfassendste Selbstporträt einer antiken Herrschaftsform.
Gräber des 4. Jhs. aus Ungarn aus dem Sammlungsbestand des Bereichs für Ur- und Frühgeschichte der FSU Jena gewähren einen Einblick in die Bestattungssitten des spätantiken Pannoniens. Münzen begleiteten die Toten als persönliche Barschaft ins Grab oder wurden ihnen von den an der Bestattung teilnehmenden Personen beigegeben.


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