Postkasten für Ihre Anregungen
Die AG Fahrradverkehr sucht den Kontakt zu Jenaer Bürgern und Gästen. Wir würden uns über Ihr Interesse an kontinuierlicher Mitarbeit ebenso freuen wie über punktuelle Kritik und Hinweise.
Beispielsweise, beim Umwelttag am Samstag, dem 6. Juni 2009, 10-20 Uhr, Goethe-Galerie, wurden am Informationsstand der AG Fahrradverkehr von R. Guthke und T. Wedekind viele Anregungen von Bürgern und Gästen der Stadt Jena aufgenommen. Diese Anregungen wurden am 28.07.2009 beraten (s. "Sitzungsprotokoll vom 28.07.2009").
Beispielsweise, beim Umwelttag am Samstag, dem 6. Juni 2009, 10-20 Uhr, Goethe-Galerie, wurden am Informationsstand der AG Fahrradverkehr von R. Guthke und T. Wedekind viele Anregungen von Bürgern und Gästen der Stadt Jena aufgenommen. Diese Anregungen wurden am 28.07.2009 beraten (s. "Sitzungsprotokoll vom 28.07.2009").
Posteingänge
Nachfolgend sind einige der Zuschriften aufgeführt.Wir würden hier auch Ihre Zuschrift veröffentlichen (u.U. gekürzt), wenn Sie dies wünschen und sich namentlich zu erkennen geben.
Hier sind aber keineswegs alle Wortmeldungen widergegeben sowie unsere Reaktion darauf.
Wir empfehlen Ihnen, vor allem unsere "Sitzungsprotokolle" zu lesen.
Posteingang 21.04.2010
Tunnel Lobeda-Ost-West unter der Stadtrodaer Straße:Nun sind die Tunnelzufahrten beidseitig ausgebaut und mit einem Fußgänger-Verkehrszeichen versehen worden. Der Tunnel wird auch von vielen Radfahrern benutzt und es ist realitätsfern, von denen ein Absteigen zu erwarten. Kann man nicht in geeigneter Form an die Rücksichtnahme von Fußgängern und Radfahrern bei gemeinsamer Benutzung appellieren?
Viele Grüße
Rüdiger Strosche
Antwort: Wird in der AG Fahrradverkehr behandelt werden.
Posteingänge 09.11.2009+18.11.2009
email vom 9.11.2009:Liebe Radfreunde,
für die Fahrt zur Arbeit von Jena-Nord ins Göschwitzer Gewerbegebiet benutze ich fast ausnahmslos das Fahrrad, und ich freue mich sehr, dass sich die Bedingungen in den letzten Jahren durchaus verbessert haben (Beleuchtung, glatter Bitumenbelag u. a. m.). Leider tritt ein Missstand mit schöner Regelmäßigkeit und nach meinem Empfinden in diesem Jahr besonders krass auf: Bei nassem Herbstwetter bildet sich auf dem Stück in der Oberaue entlang des Uni-Sportgeländes bis etwa EAS ein zentimeterdicker Morast aus nassem, halbverfaulten Laub. Es sollte doch möglich sein, dass dieser kurze Abschnitt regelmäßig und im Herbst häufiger von einem kleinen ksj-Kehrfahrzeug gereinigt wird! Der Aufwand ist vergleichsweise gering, Nutzen und ausgelöste Freude dagegen groß.
Verfrachten Sie diesen Morast mal testweise auf die Schnellstraße! Auf die Reaktion der Öffentlichkeit wäre ich sehr gespannt, und ich möchte wetten, dass die Lokalpresse derartig skandalösen Dreck thematisieren würde. ;-)
Hoffnungsvoll und mit freundlichen Grüßen
Peter Heist
email vom 18.11.2009:
Lieber Herr Guthke,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
...
Zu meinem Kritikpunkt: Sie werden es nicht glauben, aber am Dienstag war der Wegabschnitt nahezu laubfrei!...
Peter Heist
Posteingang 05.07.2009
- Den Tunnel unter der Stadtrodaer Sraße auszubauen, finde ich finanziell und funktionell verrückt. Warum kann man nicht mal absteigen? ... Zuverlässige Beleuchtung, Entwässerung nach starken Regenfällen und regelmäßige Reinigung in dem Tunnel fände ich ausreichend.[Beantwortung am 5.7.2009:...]
- Der Radweg am Puschkinplatz steht nach starken Regenfällen bis zu 15 cm hoch unter Wasser. Außerdem ist die Pflasterung locker.
[Beantwortung durch Sprecher der AG Fahrradverkehr, Herrn Dr. Guthke vom 5.7.09: Zustimmung; wird behandelt werden]
- Auf dem Magdelstieg und der Zeiss-Promenade müßten mal die Kanaldeckel auf Straßenniveau gebracht werden, sonst muß man immer Schlenker fahren, mit denen der nachfolgende Verkehr nicht rechnet. Außerdem bildet der überlastete Asphalt am Rande stets überhöhte Wülste, die das Radfahren erschweren.
[Antwort: Sehr dringend ! Haben wir schon mehrfach behandelt (s. Protokolle)]
- An der Nordseite der Westbahnhofstraße müßten m.E. alle Parkplätze weg und dafür ein Radweg geschaffen werden.
[Antwort: Zustimmung; so bereits in Öffentlichkeit mehrfach vertreten; s. auch jenatv-Film]
...
- An der Ostseite der Griesbrücke müßte mal was passieren. Da sind 12 cm hohe Kanten zu überfahren.
...
- 66% der Jenaer Radfahrer fahren nachts ohne Licht. Die Polizei behauptet, nichts machen zu können. Damit beweisen sie ihre Unfähigkeit. Wenn man 100 unbeleuchtete Radfahrer zwecks Vorführung ordentlicher Beleuchtung in die Polizeistation bestellt (vorher 20 Euro kassieren, die dann wieder zurückgezahlt werden), dann wird sich das rumsprechen.
[Antwort vom 5.7.:...Darauf folgende Ergänzung vom 7.7.]
... Wieso kann die Polizei keinen Radfahrer stellen? ... Wenn die unbeleuchteten Kerle keinen Ausweis und kein Geld dabei haben, dann wird das Rad eingezogen und kann im Amt gegen Vorlage des Nötigen wieder abgeholt werden.
- Wann wird mal die Bebelstraße und die Schottstraße repariert? Es gibt andere Straßenbauaktivitäten, die mir viel weniger dringend scheinen.
[Antwort: Schottstraße soll dieses (oder nächstes) Jahr saniert werden...]
- Der Weg an der Westseite der Saale zwischen Camsdorfer Brücke und Griesbrücke könnte sehr schön sein, ist aber ganz verludert.
[Antwort: Ist geplant mit Neubau für nächstes Jahr.]
Zuschrift von Prof. Manfred Steinbach am 5.und 7.7.98
[Beantwortung durch R. Guthke, Sprecher der AG Fahrradverkehr am 5.7.2009]
(Beides ist hier gekürzt widergegeben. Die die Artenschutzbelange, speziell Fledermausquartiere, an der Camsdorfer Brücke betreffenden Aussagen wurden hier nicht widergegeben, da sie nicht die Belange der AG Fahrradverkehr unmittelbar betreffen)
Posteingang 07.06.2009
Ich würde mir wünschen, dass der Radweg von der Gaststätte Carl-August bis nachIsserstedt weitergeführt würde.
Gründe:
1. Nach dem Ende des Radwegs auf der vielbefahrenen B7 weiter zu fahren, ist eigentlich zu gefährlich.
2. Über die Fahrradstrecke nach Großschwabhausen weiterzufahren, ist natürlich möglich, allerdings ist der Umweg riesig.
3. Über den Schneckenberg zu fahren, ist natürlich auch möglich, allerdings bleibe ich dort in regelmäßigen Abständen im Schlamm stecken. Für nicht so trainierte Fahrradfahrer ist dieser Weg außerdem zu anstrengend: der Anstieg ist beachtlich und dazu erschwert der
Waldweg das Fahren.
4. Ich habe das Gefühl, dass es doch einige Radfahrer gibt, die in diese Richtung fahren
(gerade Richtung Apolda und Dörfer), und sich dann am Ende des Radwegs dazu gezwungen sehen, auf die B7 aufzufahren.
5. Das Rad mit dem Bus auf dieser Strecke mitzunehmen, ist auch problematisch: Die
Linie 16 ist zu den Stoßzeiten meist so voll, dass das Fahrrad nicht mitgenommen werden
kann. Und ein Fahrradticket für die Linie 280 Jena-Apolda des PVG Apolda kostet von der
Hautklinik bis nach Isserstedt über 4EUR. Also wesentlich mehr als das Ticket für eine
erwachsene Person.
Mich würde interessieren, ob die Erweiterung des Fahrradwegs schon einmal Thema gewesen ist und ob es dahin gehend Entwicklungen gibt.
Sandra Steiner
Beantwortung durch Sprecher der AG Fahrradverkehr, R. Guthke, am 08.06.09 (Auszug):
...Die Verlängerung des Wege vom Gh Carl-August bis Isserstedt ist mehrfach Thema in der AG Fahrradverkehr gewesen....
Beantwortung durch die Beauftragte für Fahrradverkehr der Stadtverwaltung Jena, Frau A. Strutz, am 09.06.09:
Sehr geehrte Frau Steiner,
gerade vom Ortschaftsrat Isserstedt wurde schon mehrfach um einen Ausbau der
Radverkehrsverbindung zwischen Isserstedt und Jena gebeten. Diese Bitte haben
wir an das Straßenbauamt Ostthüringen weitergeleitet. So konnte 2007 als
entscheidender Abschnitt der Radweg zwischen Großschwabhäuser Grund und
"Schneckenberg" hergestellt werden.
Gemeinsam mit dem Straßenbauamt fand im Frühjahr 2009 eine Ortsbesichtigung
statt, in der die wichtigsten Belange festgehalten wurden. Dies sind vorrangig
einzuhaltende naturschutzrechliche Belange, da sich beidseitig der B7 Landschaftsschutzgebiete und FFH-Gebiete befinden.
Seitens des Straßenbauamtes wird eine Planung erarbeitet. ...Ich gehe aber davon aus,
dass der Radweg innerhalb der kommenden fünf Jahre realisiert wird.
Mit freundlichen Grüßen
Astrid Strutz
SB Verkehrsplanung/Radverkehr
Team Planung/Planungsrecht
Bürger-Anregungen vom Umwelttag am 06.06.2009
2. Beim Umwelttag am Samstag, dem 6. Juni, 10-20 Uhr, in der Goethe-Galerie wurden am Informationsstand der AG Fahrradverkehr von Reinhard Guthke und Thomas Wedekind viele Anregungen von Bürgern und Gästen der Stadt Jena aufgenommen. Einige dieser Anregungen können sind unter "Aktuelles & Links" als download "Bürger-Anregungen vom Umwelttag am 6.6.2009" nachzulesen. Diese Anregungen werden am 28.07.2009 und in folgenden Zusammenkünften beraten werden.
Posteingang 06.06.2009
Sehr geehrter Herr Dr. Guthke,ich beziehe mich auf unser heutiges Gespräch in der Goethegallerie und
meinen Vorschlag, die Treppen des Landgrafenstiegs dahingehend
nachzurüsten, dass Fahrräder rauf- oder runter geschoben werden können.
Ich hatte Ihnen erzählt, dass bei der Neugestaltung der Treppen vor ca.
2 Jahren meine Anregungen als älterer Anwohner nicht berücksichtigt
wurden.
Sowohl für die Anlieger des Landgrafenstiegs und der Schillbachstraße
als auch für die zahlreichen Fahrradausflügler in das Landrafengebiet
wäre es eine erhebliche Erleichterung, wenn sie das Fahrrad über die
Treppen schieben könnten.
Ich füge als Beispiel 2 Bilder bei, wie man das in Bremen bei einer
Straßenunterführung gelöst hat. Anstelle eines U-Profils würde auch ein
L-Profil genügen. Die Befestigung an dem Geländer (angeschweißt) könnte
genauso erfolgen, da wir hier die gleiche Geländerausführug haben. Die
Luxusausführung für Kinderwagen halte ich nicht für nötig, da dafür der
Bedarf am Landgrafenstieg vernachlässigbar klein ist. Die Strecke wäre
sicher auch zu lang.
Ich würde mich in Namen vieler Radfahrer freuen, wenn mein Vorschlag in
absehbarer Zeit realisiert werden könnte. Davon könnten in der Folge
auch weitere Treppenanlagen in Jena profitieren.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Kaie
Beantwortung durch Sprecher der AG Fahrradverkehr, R. Guthke, am 08.06.09 (Auszug):
...Wir werden das in der AG Fahrradverkehr am 28.7. beraten und Sie können dann auch im
online-verfübaren Protokoll unter www.jena.de/fahrradverkehr >>Sitzungsprotokolle
nachlesen und weiter verfolgen, wie Ihr Anliegen bearbeitet wird.
Am 25.06.2008 erfolgte nach Prüfung durch die Stadtverwaltung eine Beantwortung mit folgender Entscheidung: "Die Treppe ist ingesamt relativ schmal (1,40-1,80m) und ermöglicht damit gerade das Begegnen zweier Personen. Eine Fahrradrinne kann in diesem Raum leider nicht untergebracht werden...."
Posteingang 29.05.2009
Hallo AG Fahrradverkehr Jena,ich habe im Winter diesen Jahres einen Brief an die Stadt Jena geschrieben und darum
gebeten, dass auch die Fahrradwege in Jena geräumt werden, wenn Schnee liegt. Im
vergangenen Winter waren die Radwege über mehrere Wochen nicht geräumt und damit
nicht oder nur mit großen Risiken befahrbar. Ich bin in der Antwort des Oberbürgermeisters
auf einige rechliche Regelungen hingewiesen worden und es wurde deutlich, dass sich an
der Situation nichts wesentliches ändern wird. Ein Kollege von mir hat eine sehr
eindrucksvolle Fotodokumentation zu diesem Thema zusammengestellt. Ich bin mir sicher,
dass er Ihnen diese zur Verfügung stellen würde.
Ich würde mich freuen, wenn Sie sich dieses Themas annehmen könnten, vielleicht haben
Sie Möglichkeiten, im Stadtentwicklungsausschuss etwas zu bewegen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. R. S.
Beantwortung durch Sprecher der AG Fahrradverkehr am 31.5.09:
u.a. Hinweis auf Seite
"Problem- und Aufgabenlisten/ Wiederkehrende Aufgaben"
und Protokoll vom 13.01.2009
Antwort auf die Beantwortung
Sehr geehrter Herr Guthke,
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich freue mich sehr, dass das Anliegen bei Ihnen bereits mehrfach Diskussionspunkt war und weiterverfolgt wird. Ich wünsche und hoffe, dass es langfristig auch zu Erfolgen führt. Ich kann gar nicht verstehen, dass in einer so "jungen" Stadt wie Jena mit rund 20.000 Studenten und darüber hinaus vielen radfahrenden Menschen so wenig für die Verbesserung der Radwege getan wird. Auch das "Radwegenetz" in der Stadt ist ja alles andere als ein "Netz", aber auch das ist ja eines Ihrer wesenetlichen Themen, wie ich lese.
Viele Erfolge bei Ihrer Arbeit!
Beste Grüße
Robert Schöner
Posteingang 31.05.2009 (Auszug)
.... ein neuer Weg entlang der Saale südlich von Kunitz, ist meines Erachtens eine neue Überlegung, offenbar im Zusammenhang mit dem Anschluss der neuen Holzbrücke. Vom Nutzen eines solchen Neubaus bin ich, ehrlich gesagt, nicht überzeugt. Das angeführte Argument, den Radweg damit näher an der Saale führen zu können, basiert meines Erachtens auf einer zu schematischen Auslegung der Kriterien an eine attraktive Wegeführung. Ich finde, der Weg zwischen Talstein und Kunitz gehört gerade zu den besonders schönen Abschnitten, weil er durch die etwas höhere Lage einen weiteren Blick über das Landschaftsbild des Saaletals ermöglicht. Aus Richtung Norden kommend entsteht dadurch zudem eine sehr schöne Eingangssituation mit Blick auf Jena....
Dr. Stefan Jakobs
Posteingang 25.05.2009
sichere Über-oder Unterquerungen der Eisenbahnschienen in Nord --im gesammten Bereich Jena-Nord gibt es keine sicheren Übergänge der Eisenbahnschienen,
die vorhanden Tunnel sind zu eng und niedrig
Torsten Kramarczyk
Beantwortung durch Sprecher der AG Fahrradverkehr am 25.5.09 (Auszug):
Von Norden her gibt es zwei beschrankte Bahnübergänge (Zwätzen und Löbstedt).
Der Tunnel zwischen Obi und Tankstelle ist gern genutzt, aber eng; wir haben hier vor, eine besser Beleuchtung zu erreichen.
Ein Tunnel war unter dem Saalbahnhof geplant; dieser ist aber aus dem Haushalt gelöscht
worden, weil die Stadt nur 1 Tunnel finanzieren konnte und sich eher für die
sichere und neue Unterfühung in Fortsetzung der Griesbrücke entschieden hatte.
Diese ist nun tatsächlich die einzige akzeptable Unterführung im Norden.
Mir ist nicht bekannt, dass eine Besserung der Situation in Arbeit ist.
Posteingang 03.02.2009
Ergänzung zum Thema 30er Zone in Jena Ost: Ich wünsche mir die Karl Liebknecht Straße als 30er Zone und die angrenzenden Nebenstraßen möglichst alle als "Spielstraßen". Klingt verrückt? war vor kurzem in Berlin. Dort geht so etwas, da gibt es sogar künstliche Sackgassen, um den Durchgangsverkehr einzuschränken. Auch das wäre wünschenswert, nicht nur für Jena Ost! MfG FrankBehandlung in der AG Fahrradverkehr: siehe Protokolle vom 10.03.2009, TOP 4, 13.1.2009, TOP 4
Posteingang 12.01.2009
Sehr geehrte Frau Strutz,Sehr geehrter Dr. Guthke,
Ende des vergangenen Jahres war der regionalen Presse zu entnehmen, dass sich der Ortschaftsrat Wenigenjena gegen eine vom Verkehrsamt der Stadt Jena geplante Reduzierung der Geschwindigkeit in der Karl-Liebknecht-Straße von 50 auf 30 km/h ausgesprochen hat. Mir erschien dieser Einsatz verwunderlich, da die Straße im Abschnitt Camsdorfer Brücke - Ostschule durch dichtbesiedeltes Wohngebiet führt, wo Entschleunigungmaßnahmen für den MIV zu Verbesserungen der Wohnqualität der Anwohner und mehr Verkehrssicherheit führen würden. Verkehrlich hat die Karl-Liebknecht-Straße in diesem Abschnitt zwar noch eine wichtige Sammel- und Erschließungsfunktion, die jedoch offensichtlich ohne weiteres mit einer Geschwindigkeitsreduzierung vereinbar wäre. Die Funktion der Bundesstraße hat die Karl-Liebknecht-Straße im genannten Abschnitt ja bekanntlich bereits an den ausgebauten Jenzigweg abgegeben. Ich hatte daher die Ortsbürgermeisterin mit der Bitte angeschrieben, zu erläutern, warum sie sich gegen eine Geschwindigkeitsreduzierung wendet. In ihrer Antwort verweist die Ortsbürgermeisterin u.a. darauf, dass lediglich eine auf die Nachtstunden beschränkte Reduzierung geplant war und diese beschilderungstechnisch nur mißverständlich um- und schwer durchzusetzen sei. Gleichwohl sieht die Ortsbürgermeisterin ebenfalls die Verkehrssicherheit als nicht zufriedenstellend an. Die Frage, ob eine Tempo 30 Zone nicht sinnvoll wäre, stellt sich daher weiter und sollte perspektivisch geklärt werden.
Ich wende mich an die AG Radverkehr, da ich in der Karl-Liebknecht-Straße den Radverkehr in besonderem Maße betroffen sehe. Zum einen ist die Straße die wichtigste Erschließungsstraße für den Radverkehr in Wenigenjena und eine der Haupterschließungsstraßen des Jenaer Radverkehrsnetzes, die sich seit dem Ausbau der Straße mit Angebotsstreifen augenscheinlich einer steigenden Nutzung erfreut, zum anderen ist sie aber auch eine Strecke mit besonderem Gefahrenpotential für Radfahrer, da die in der Straße verlegten Straßenbahngleise für Pedalisten naturgemäß eine besondere Gefahr darstellen. Zusammen mit Dr. Guthke habe ich bereits vor noch nicht allzu langer Zeit einen Unfall beobachtet, in dem eine Fahrradfahrerin beim Versuch, in die Breite Straße abzubiegen, durch die Gleise zu Fall kam und stürzte, glücklicherweise ohne anschließende Kollision mit einem anderen Fahrzeug. Es liegt auf der Hand, dass solche durchaus häufiger zu erwartenden Stürze weit schlimmer enden können, je dichter und schneller der Umgebungsverkehr ist. Eine auf 30 km/h reduzierte Geschwindigkeit mit entsprechend verkürzten Bremswegen würde hingegen die Gefahr deutlich mindern. Ich bitte Sie daher, sich im in der AG mit dem Thema zu befassen und den Beschluß herbeizuführen, dass sich die AG im Rahmen der Mitwirkung am Straßenverkehrskonzept im Interesse des Radverkehrs für die Einführung einer Tempo 30-Zone auf dem genannten Abschnitt der Karl-Liebknecht-Straße einsetzt.
Mit freundlichen Grüßen,
Olaf Behr
Behandlung in der AG Fahrradverkehr: siehe Protokolle vom 10.03.2009, TOP 4, 13.1.2009, TOP 4
Posteingang 5.12.2008
Hallo,ich schreibe als Elternvertreter der Regenbogenschule in Nord und möchte mich erst mal bei Ihnen für Ihre bisher getane Arbeit bedanken, von der auch meine Familie schon oft profitiert hat.
Wir als Elternvertreter wollen uns dem Thema Schulwegsicherheit an unserer Schule annehmen und haben ein konkretes Problem, von dem sie vielleicht schon gehört haben. Es geht um den in beiden Richtungen zu befahrenden Fahrradweg an der Camburger Straße (Hauptstr.) und dort um die Ecke Leipziger Straße (es ist im Online-Stadtplan nicht genau zu erkennen, dass es die Leipziger ist.
Hier kreuzt der Fahrradweg (beide Richtungen) die einmündende Straße. Und nun die Probleme:
1. Der Fahrradweg ist für einen Autofahrer nur sehr schwer als solcher zu erkennen (aus der Nebenstraße heraus gibt es nur ein kleines Hinweisschild), aus der Hauptstr. heraus auch nichts. Auf der Straße selber gibt es keine Markierung.
2. Besonders kurz bevor die Schule beginnt, ist der Fahrradweg stadtauswärts besonders stark befahren.
3. Die Parksituation direkt an der Ecke ist schlecht, so dass Autos aus der Nebenstraße zügig bis auf den Fahrradweg vorfahren, um die Hauptstraße einzusehen (und dabei häufig die Fahradfahrer aus beiden Richtungen übersehen).
4. Auch die in die Nebenstraße einbiegenden Rechtsabbieger (Linksabbieger sind zum Glück verboten) beachten nur sehr ungern bzw. gar nicht die Fahrradfahrer und mißachten dabei auch die Vorfahrt dieser - ist mir schon häufig stadteinwärtsfahrend passiert).
Nun richte ich ich mich mit der Bitte an Sie, das Problem als solches mit aufzunehmen und vielleicht Lösungsvorschläge / Verbesserungsvorschläge anzuregen bzw. zu diskutieren. Was können wir tun?
Vielen Dank für eine Antwort.
Mit besten Grüßen!
Matthias
Behandlung in der AG Fahrradverkehr: siehe Protokolle vom 10.03.2009, TOP 2, 13.1.2009, TOP 2
Posteingang 25.11.2008
Erfahrungsbericht: Fahrradverkehr Kahlaische Strasse stadteinwärts:Ein Fahrradfahrer, der in der Kahlaischen Strasse stadteinwärts unterwegs ist, steht vor einer schwierigen Wahl. Die erste Möglichkeit ist, er benutzt verkehrswidrig den Fußweg. Die wohl meist gewählte Variante, warum auch immer ?.
Die andere Möglichkeit, er hält sich an die Straßenverkehrsordnung und fährt auf der Fahrbahn. Hierbei kann es ihm unter anderem passieren, dass er von Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs durch ständiges Geben von Warnsignalen gewarnt werden soll. Das wahre Ziel des Fahrers, dass er durch das ständige Abgeben von Warnsignalen erreichen will, bleibt realistischer Weise im Dunkeln. Will man dem Radfahrer wirklich anzeigen, dass die Straßenbahn hinter ihm herfährt und der Radfahrer besonders vorsichtig fahren soll ? Der Vergleich zum Drängeln auf den deutschen Autobahnen ist hier sicherlich nicht richtig. Hier muss aber der Drängler mit bis zu 250 Euro Bußgeld, 4 Punkte in Flensburg und einem dreimonatigen Fahrverbot rechnen.
Normalerweise merkt man als Radfahrer, dass die Straßenbahn hinter einem herfährt und somit ist das wiederholte Geben von Warnsignalen vollkommen überflüssig.
Wolfgang Schmidt-Heck
Behandlung in der AG Fahrradverkehr: siehe Protokolle vom 18.03.2008, TOP 2
Posteingang 15.10.2008
Für ein fahrradfreundliches Klima und ein besseres Radwegenetz am BeutenbergVerkehrsförderung im Bereich Radverkehr beginnt zwar mit Wegebaumaßnahmen, darf aber dort nicht enden. Denn begleitend muss auch die Akzeptanz des Radfahrers als gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer verbessert werden. Hilfreich ist hierbei die Schaffung eines fahrradfreundlichen Klimas, das Radfahrer nicht pauschal kriminalisiert. Denn Rücksichtslosigkeit ist keine Frage des Verkehrsmittels.
Eine verantwortungsbewusste und rücksichtsvolle Nutzung des gemeinsamen Verkehrsraumes setzt allerdings voraus, dass die Verkehrsinfrastruktur ein geordnetes Nebeneinander überhaupt zulässt. Dort wo sich unterschiedliche Verkehrsteilnehmer im Kampf um den knappen Verkehrsraum in Konkurrenz zueinander sehen, kann es nur ein gefahrvolles Gegeneinander gehen. Eine Situation, die für alle Verkehrsteilnehmer nicht nur unbefriedigend ist, sondern auch mit Unfall-Risiken und Gesundheitsgefahren verbunden ist.
Paradebeispiele sind hierfür die radfahrgeeigneten Zufahrtsmöglichkeiten zum Beutenberg. Die Anfahrt über Westbahnhofstraße und Magdelstieg ist nachgerade kriminell. Wer hier auf der Straße fährt, droht von knapp überholenden oder drängelnden Autos unfreiwillig mitgenommen zu werden. Und wer zur eigenen Sicherheit - aber rechtswidrig - den Fußweg wählt, wird zum unfreiwilligen Sicherheitsrisiko für Fußgänger und Anwohner. Eine Kathastrophe ist auch die Anfahrt über die Kahlaische Straße. Enge Fahrbahnführung, unebene Fahrbahnoberflächen mit Schlaglöchern und Straßenbahnschienen, problematische Radwegeführung
auf dem Gehweg mit gefährlichen Straßeneinmündungen. Auf dem Beutenberg arbeiten 1.800 Menschen, von denen zahlreiche liebend gerne öfter auf das Rad umsteigen würden, wenn es die Radwegesituation denn zulassen würde. Und viele, die jetzt schon mit dem Rad zur Arbeit fahren, haben aus Geldgründen auch gar keine andere Wahl, darunter nicht nur Studenten, sondern auch Frauen in Teilzeitarbeit oder Angestellte, die es sich aus finanziellen Gründen nicht mehr leisten können, für die täglichen Kurzstrecken zum Arbeitsplatz das Auto aus der Garage zu holen. Radfahren ist längst kein Luxushobby mehr, sondern für viele wieder - wie früher - eine preisgünstige, gesunde und umweltfreundliche Fortbewegungsart. Warum dieses ökologische und äußerst praktische Verkehrsmittel trotzdem in Jena so sträflich vernachlässigt wird, ist eines der großen Rätsel der örtlichen Kommunalpolitik.
Um diese Situation langfristig zu verbessern, plant der Betriebsrat des Leibniz-Institut für Altersforschung - Fritz Lipmann Institut Jena - in Zusammenarbeit mit den anderen Beutenberg-Instituten und der FH eine großangelegte Fragebogenaktion zum Thema Rad - und Radverkehr. Diese dient dazu, die Wahrnehmung der aktuellen Situation zu erfassen sowie Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen. Wir würden uns freuen, wenn wir in dieser Angelegenheit mit der AG Radverkehr in Verbindung treten könnten, um diese Aktion möglichst breit einzubetten und ggf. an bereits vorhandene Umfragen anknüpfen zu können.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Weber-Tuckermann
Redaktion "Flipper" - Instituts- und Betriebsratszeitung des FLI Jena
Behandlung in der AG Fahrradverkehr:
21.4.2009 sowie
bzgl. Westbahnhofstraße und Magdelstieg am 26.8.2008, 7.10.2008 und bzgl. Tatzendpromenade am 3.02.2009, TOP 3, 13.1.2009, TOP 3
Posteingang 01.10.2008
ich hoffe, dass ich am Dienstag bei der Beratung der AG Radverkehr dabei sein kann, möchte aber schon vorher einen Vorschlag für die Radverkehrsführung im Kreuzungsbereich Haeckelplatz formulieren.Besonders hilfreich wäre in diesem Bereich die Einrichtung eines Fahrradstreifens in der Westbahnhofstraße in Fahrtrichtung zum Magdelstieg. Der dafür notwendige Platz könnte geschaffen werden, wenn auf die Linksabbiegerspur in der Westbahnhofstraße in Fahrtrichtung Stadtzentrum verzichtet wird. Damit werden natürlich Änderungen der Ampelschaltung am Haeckelplatz notwendig. Eine mögliche Lösung wäre, die Grünphasen für Fahrzeuge aus der Schillerstraße und aus der Westbahnhofstraße voneinander zu trennen. Es würde dann eine gemeinsame Fahrspur für Geradeausfahrer und Linksabbieger ausreichen, da die Linksabbieger nicht den Gegenverkehr abwarten müssen.
Für eine solche Variante müsste die Dauer aller Grünphasen an der Kreuzung neu optimiert werden. Die jetzt neu eingeführte separate Grünphase für Linksabbieger könnte wieder entfallen. Die Auswirkungen auf die Durchlassfähigkeit der Kreuzung in allen 4 Richtungen müsste ermittelt werden. Nach meiner Beobachtung ist die Durchlassfähigkeit in Richtung Stadtzentrum in den Spitzenzeiten häufig durch den Verkehrsabfluss an den folgenden Kreuzungen (Engelplatz / Leutragraben) begrenzt.
Für eine Untersuchung des Kreuzungsbereichs, ggf. auch unter Berücksichtigung anderer Möglichkeiten zur Umgestaltung, würde ich die Beauftragung eines externen Ingenieurbüros mit entsprechenden Referenzen für sinnvoll halten. Ich entsinne mich immer noch einer Studie eines Stuttgarter Büros in den 90er Jahren im Zusammenhang mit der Planung von Stellplätzen am Ernst-Abbe-Platz, in der die Durchlassfähigkeit der Kreuzungen in diesem Bereich analysiert wurde.
Mit vielen Grüßen
Stefan
Behandlung in der AG Fahrradverkehr: bzgl. Westbahnhofstraße und Magdelstieg am 26.8.2008, 7.10.2008
Posteingang 26.09.2008
Wenn ich im Herbst Bilanz ziehe, bin ich jedesmal froh, nicht in einen Unfall mit einem Radfahrer verwickelt worden zu sein. Sei es als Autofahrer oder als Fußgänger.Ich bin wirklich für gegenseitige Akzepzanz, aber was sich die Mehrheit der Jenaer Radfahrer herausnimmt, ist einfach nicht mehr zu tolerieren. In der Wiesenstraße oder der Landstraße nach Stadtroda sind die schönsten Radwege angelegt worden, aber was machen die coolen Radfahrer: Sie fahren einfach auf der Straße! Und wenn man sich erlaubt, sie auf den vorhandenen Radweg aufmerksam zu machen, muß man froh sein, daß man "nur" den Stinkefinger zu sehen bekommt und nicht noch bedroht wird. Das klingt sehr dramatisch, aber mir ist dies desöfteren passiert.
Da sich unsere Kinder dies sehr oft zum Vorbild nehmen (ist doch cool), kann und darf man einfach nicht darüber hinwegsehen, ebenso wie bei den "farbenblinden" Ampelgängern.
Meiner Ansicht nach müßten in Jena viel öfter von seitens der Polizei bzw. des Ordnungsamtes Präsenz gezeigt werden, auch mit den dann zu erfolgenden Ordnungsgeldern, so wie es in vielen Städten gang und gäbe ist. Die " Erlöse" könnte man dann durchaus für Verbesserungen der Radwege oder auch für verkehrserzieherische Maßnahmen verwenden. Ob diese Mail etwas bewirkt, weiß ich nicht, ich mußte mir dies aber einfach einmal von der Seele schreiben.
MfG Peter Sebastian
Behandlung in der AG Fahrradverkehr: am 21.04.2009
Posteingang 22.09.2008
Hallo Herr Dr. Guthke,hier ist der Herr Schurig vom Radsportclub Jena. Bereits im Juli wollte ich schon einmal Kontakt aufnehmen, aber dann gab es eine Menge Vereinsarbeit und es hat leider nicht geklappt. Irgendwann hatten wir auch schon mal telefonischen Kontakt.
Grund meines Anliegens bzw. des Anliegens des RSC Jena ist die Fahrradsituation in Jena, die im Moment mit Sicherheit nicht die Beste ist. Aggressive Radfahrer (Fußwegbenutzung, Rotdelikte, mangelnde Kenntnis der StvO, ...), die Radwegsituation in der Stadt, eigenes Rechtsbewusstsein von Auto- und Radfahrern, etc. führen in diesem Gesamtkomplex nach unserer Ansicht zu einem immer schlechterem Verhältnis zwischen Fußgängern, Rad- und Autofahrern. Leidtragende sind unter anderem wir als Radsportler, die vor allem mit Kindergruppen während des Trainings im Straßenverkehr unterwegs sind und des öfteren der aus den genannten Gründen heraus resultierenden Aggressivität und dem Unverständnis der Autofahrer ausgesetzt sind. Gerade die Sicherheit unseres Nachwuchses liegt uns besonders am Herzen.
Aus diesem Grund sind wir der Meinung, dass auch wir in diesem Punkt etwas tun sollten. Erste Kontakte haben wir bereits mit der Polizeidirektion Jena, speziell mit Herrn Kießling. Mit ihm haben wir in einem Erfahrungsaustausch die Probleme und mögliche Lösungsansätze diskutiert. Besonders gut finden wir die Aktionen der Radpolizisten, die auch Fahrradfahrer kontrollieren und entsprechende Delikte mit Bußgeldern ahnden. Schockierend sind allerdings in diesem Zuge die Erlebnisberichte der Polizisten, die unsere Einschätzung der Situation belegen bzw. sogar übertreffen.
Ideen für weiter Maßnahmen wurden diskutiert.
Die Polizei allein und natürlich auch kein Radsportclub können die Situation zufriedenstellend lösen.
Wir suchen daher den Kontakt zu einem Erfahrungsaustausch mit Ihnen bzw. mit der AG Fahrradverkehr.
Über ein Treffen mit Ihnen würde ich mich sehr freuen!
Mit freundlichen Grüßen
Michael Schurig – im Auftrag des RSC Jena
Behandlung in der AG Fahrradverkehr: 21.04.2009