Blick vom Löbdergraben Richtung Holzmarkt. © Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Aktuelles-Meldung vom 28.11.2016

Jena ist „Klimaaktive Kommune 2016“

Die Stadt Jena gehört zu den Gewinnern beim Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2016“. Die Auszeichnung wurde für die Erarbeitung des Konzepts „Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel“ vergeben. Jena zeigt darin, wie der öffentliche Baumbestand – im Sinne der Klimaanpassung – nachhaltig gesichert und entwickelt werden kann.

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25.000 Euro Preisgeld für das Konzept „Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel“

Preisgekrönt: Jena ist eine klimaaktive Kommune.
Preisgekrönt: Jena ist eine klimaaktive Kommune.
© Stadt Jena / Foto: Jens Hauspurg
Ausgeschrieben wird der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

Der Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Jena, Denis Peisker, nahm heute den Preis in Berlin entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Vorhaben zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel zu investieren.

Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter dazu: „Das Preisgeld soll zur Förderung eines umfassenden Klimaprojektes in Jenas Partnerstadt San Marcos in Nicaragua verwendet werden. Mit den Mitteln soll die Biogasanlage in San Marcos reaktiviert und weitergenutzt werden. Die Nutzung der Anlage soll dabei gleichzeitig mit umfassenden ökologischen Maßnahmen verbunden werden.“


Lob von der Bundesumweltministerin

Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks gratulierte der Stadt Jena und den weiteren Preisträgern. Hendricks: „Die Kommunen zeigen, wie Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort erfolgreich umgesetzt werden können. Kommunen sind Schlüsselakteure bei der Gestaltung eines klimaneutralen Deutschlands. Dieser Wettbewerb bringt wahre Klimaschutz-Erfolgstories auf die Bühne, die viele weitere Kommunen zum Engagement im Klimaschutz motivieren werden. Die Preisträger-Kommunen, aber auch alle anderen Bewerbungen, zeigen: Klimaschutz ist ein wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung wirtschaftlich erfolgreicher und zukunftsfähiger Regionen. Denn Klimaschutz steht für Innovation, Lebensqualität und regionale Wertschöpfung.“

Stadtbäume im Stress

Das prämierte Konzept der Stadt Jena zeigt auf, wie der städtische Baumbestand durch eine genaue Analyse des Standorts und gezielte Auswahl der Baumart vital erhalten bzw. an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst werden kann. Denn Bäume erfüllen wichtige Funktionen in der Stadt: Sie regulieren das Klima vor Ort, spenden Schatten, filtern Emissionen aus Luft und Boden, werten das Stadtbild auf und bieten Lebensraum für Vögel und Insekten. Gleichzeitig sind Bäume in der Stadt extremen Bedingungen wie Bodenverdichtung und -versiegelung, Überwärmung und Trockenheit, Luft- und Bodenschadstoffen, Streusalz oder Kunstlicht ausgesetzt. Stadtbäume erreichen deshalb oft kaum die Hälfte ihres möglichen Lebensalters. Die Auswirkungen des Klimawandels verschlechtern die Standortbedingungen des Stadtgrüns zusätzlich – schon jetzt ist es manchen Bäumen beispielsweise zu trocken oder zu heiß. Zusätzliche Probleme zeichnen sich durch etablierte und zum Teil klimawandelbedingt neu einwandernde Schadorganismen und Krankheiten ab.

Das Konzept

Gemeinsam erarbeitet hat das „Stadtbaum-Konzept“ eine Arbeitsgruppe aus verschiedenen Ämtern der Stadt, Wissenschaftlern und Landschaftsplanern, koordiniert von der Stadtentwicklung und Stadtplanung Jenas.

Zunächst wurden wichtige Standortfaktoren untersucht und zu verschiedenen Standorttypen verschnitten, an denen jeweils ähnliche Bedingungen für Bäume herrschen. Dabei wurden auch zukünftig im Rahmen des Klimawandels zu erwartende Veränderungen, wie längere und intensivere Trockenzeiten oder Hitzeperioden, berücksichtigt. Als Ergebnis liegen Entscheidungshilfen für die städtische Planung vor: Eine Karte teilt das Stadtgebiet in zehn verschiedene „Raumtypen“ mit unterschiedlichen Anforderungen an das Stadtgrün ein, zum Beispiel „Hitzestress in der Altstadt“ oder „gutes pflanzenverfügbares Wasserdargebot in der Saaleaue“. In Empfehlungslisten sind die für die jeweiligen Raumtypen geeigneten Baumarten aufgeführt. Insgesamt fanden über 160 Baumarten Eingang in das Konzept – 30 werden in sogenannten Baumartenporträts näher vorgestellt. 35 Modellstraßen-Steckbriefe zeigen die klimatischen, standörtlichen und gestalterischen Ansprüche ausgewählter Straßenräume und konkrete Baumartenempfehlungen auf. Die Pflanzung von Gehölzen, die in Deutschland nicht heimisch sind, aber gegebenenfalls besser mit den Folgen des Klimawandels zurechtkommen, wurde in Jena ausführlich diskutiert und im Konzept ausgewiesen. Grundsätzlich gilt: Bevorzugt werden robuste, zukunftstaugliche Arten.

Der umfassende Projektbericht wurde als Leitlinie und Handlungsgrundlage für die Fachplanungen in Jena vom Stadtrat beschlossen und veröffentlicht. Den Link finden Sie unter diesem Text. Auch Unternehmen, Hochschulen und nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger können auf eigenen Flächen zur Begrünung und damit zur Steigerung von Attraktivität und Lebensqualität in ihrer Stadt beitragen. Ermöglicht wurde das Projekt durch Mittel im städtischen Haushalt, die zur Verstetigung der integrierten Klimaanpassungsstrategie der Stadt Jena (JenKAS) bereitstehen.


Wettbewerb „Klimaaktive Kommune

Der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ (vormals Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz“) wird seit 2009 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgelobt. In diesem Jahr wurden insgesamt 99 Beiträge in drei unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Die Stadt Jena hat sich mit dem Projekt „Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel“ in der Kategorie „Klimaanpassung in der Kommune“ beworben. Diese Kategorie wurde zum ersten Mal ausgeschrieben. Es gab elf Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden.

Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie Fotos von der Veranstaltung und vom ausgezeichneten Projekt finden Sie im angehängten Link unter diesem Text.

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