Blick vom Löbdergraben Richtung Holzmarkt. © Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Aktuelles-Meldung vom 05.10.2017

Woche der seelischen Gesundheit vom 16. bis 22. Oktober

Die neunte Woche der seelischen Gesundheit in Jena steht in diesem Jahr unter dem Thema „Fremd… Vertraut“.

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Gabriele Wiesner von (IKOS) (v.l.), Gudrun Möchel (Sozialpsychiatrischer Dienst), Hagen Eisenhardt (Wohnheim Singerweg) und Arlett Findeis (Zentrum für seelische Gesundheit)gehören zur trägerübergreifenden Vorbereitungsgruppe der Woche der seelischen Gesundheit.
Gabriele Wiesner von (IKOS) (v.l.), Gudrun Möchel (Sozialpsychiatrischer Dienst), Hagen ...
© Stadt Jena / Foto: Roswitha Putz
Der inhaltliche Schwerpunkt beschäftigt sich dabei mit den Themen der Fremdheit und/oder Vertrautheit in Bezug auf die eigene Person, gegenüber unseren Mitmenschen, in Bezug auf unsere Umgebung und seelische Erkrankungen bzw. seelischem Befinden im Allgemeinen. „Es geht uns darum, wie wir mit Gefühlen von Fremdheit umgehen, Vertrauen erlangen und bewahren können, gerade auch in Krisen“, erklärt Gudrun Möchel, Teamleiterin des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Fachdienst Gesundheit der Stadt Jena.

Sie gehört zu der Vorbereitungsgruppe, die die Woche organisiert. Diese Vorbereitungsgruppe (hervorgegangen aus der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Jena) setzt sich aus Mitarbeitern verschiedener Träger der psychosozialen Arbeit vor Ort und Privatpersonen zusammen. „Jeder, der Aktivitäten zur Stärkung des seelischen Wohlbefindens hier in Jena anbieten will, kann bei uns in der Vorbereitungsgruppe mitarbeiten“, betont Gudrun Möchel. Derzeit besteht die Gruppe aus etwa zehn Personen.

Ziel der Woche ist es, über verschiedene Aspekte „seelischer Gesundheit“ zu informieren, miteinander darüber in einen Austausch zu kommen und einer Stigmatisierung psychisch Kranker auf lokaler Ebene entgegen zu wirken. Dazu gibt es wie in den Vorjahren ein vielfältiges Programm. Insgesamt werden 36 Veranstaltungen angeboten, die sich an alle Bürger richten, die sich dafür interessieren – egal ob selbst betroffen oder nicht. Dazu gehören unter anderem Vorträge und Workshops, Ausstellungen, Kinofilme und Buchlesungen. 

Besondere Highlights:

Trialog-Jena
Die Auftaktveranstaltung für den Trialog-Jena ist eines der Highlights der Woche gleich am ersten Tag der Woche, Montag, den 16. Oktober, von 18 bis 20 Uhr im Volkshaus Raum 10. Experten durch Erfahrung und Experten durch Ausbildung und Beruf (Betroffene-Angehörige-Profis) kommen zusammen, um sich gleichberechtigt und auf Augenhöhe über psychische Erkrankung auszutauschen. Es gibt keinen vorgegebenen Vortrag sondern die Themen sollen direkt aus dem eigenen Erleben kommen.
Wichtig ist, dass der Trialog keine Selbsthilfegruppe ist. Vielmehr ist das Ziel, psychische Erkrankungen aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen und sich im Austausch über Erlebtes im Verstehen psychischer Erkrankungen zu begegnen. Alle Beteiligten können so ihren Horizont erweitern und lernen.
Durch die Veranstaltung soll ein monatliches Trialog-Forum etabliert werden, das im Anschluss in der Regel am 1. Montag des Monats im Volksbad statt finden soll.

Vortrag von Psychoanalytiker und Psychiater Dr. Maaz
Ein weiterer Höhepunkt wird die Lesung des bekannten Psychiaters und Psychoanalytikers Dr. Hans-Joachim Maaz aus Halle sein. Bereits im letzten Jahr war sein Vortrag ein Publikumsmagnet. Entsprechend groß ist die Freude der Organisatoren, dass er auch dieses Mal mit dabei ist.
Am Dienstag, den 17. Oktober, stellt er ab 18 Uhr in der LEONARDO-Gemeinschaftsschule sein neues Buch „Das falsche Leben“ vor. In diesem behandelt er Ursachen und Folgen einer so genannten „normopathischen Gesellschaft“ mit zwanghafter Anpassung an vorherrschende und normgerechte Verhaltensweisen, was nach seiner Analyse zu einem falschen, unechtem und sich selbst fremden Leben führt. Im Anschluss an den Vortrag bleibt genügend Zeit für eine Diskussion.

Dokumentarfilm „Himmel und Mehr”
Wer lieber ins Kino geht, dem sei der Dokumentarfilm „Himmel und Mehr – Dorothea Buck auf der Spur“ empfohlen. Der Film wird am Mittwoch, den 18. Oktober, um 19 Uhr im Schillerhof gezeigt. Er handelt vom Leben und Werk der hochbetagten Bildhauerin. Mit 19 Jahren erhielt sie die Diagnose Schizophrenie und wurde als minderwertig und unheilbar krank zwangssterilisiert. Später entging sie im Dritten Reich nur knapp der “Euthanasie”. Mit der Zeit entwickelte die Künstlerin ihre eigene Theorie zu der Krankheit und fand für sich schließlich den Schlüssel zur Heilung und entwickelte sich zu einer ausdrucksstarken Künstlerin.
Im Anschluss an den Film gibt es eine Gesprächsrunde mit der persönlich anwesenden Regisseurin Alexandra Pohlmeier. Weitere Teilnehmer sind Christine Theml, die Dorothea Buck ebenfalls persönlich kennt und unter dem Titel „Mit meinen herzlichen Grüßen Ihre Dorothea Buck – Der Gartenhaus Briefwechsel“ einen Briefwechsel mit ihr veröffentlicht hat, und dem Jenaer Facharzt Dr. Ziepert.

Lesungen über eine starke Frau / starke Frauen
Am nächsten Tag, am Donnerstag, den 19. Oktober, findet in Fortsetzung des Filmabends von 16 bis 18 Uhr im Café:ok statt. Christine Theml liest aus ihrem Buch über den Briefwechsel der Autorin mit Dorothea Buck als Leitfigur der Psychiatrieerfahrenen-Bewegung. Direkt im Anschluss veranstaltet der Sozialpsychiatrische Dienst von 18 bis 20 Uhr in der Rathausdiele eine weitere Lesung mit der Autorin Antje Sommer, die aus ihrem Buch „Ungezähmt“ vortragen wird. Dieses Buch sammelt Interviews mit mehreren starken Frauen, die auf ihrem Schicksalsweg zu sich selbst gefunden haben.

Hauptveranstaltung mit Lesung und Schwarzem Theater
Die Hauptveranstaltung zur Woche der seelischen Gesundheit findet am Samstag, den 21. Oktober, zwischen 16 und 19 Uhr im Medienstudio der Ernst-Abbe-Hochschule statt. Nach der Begrüßung mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen berichtet der Autor Hartmut Haker aus seinem Leben und dem Umgang mit der eigenen Erkrankung. Er erzählt von seinem Weg aus der anfänglich allgegenwärtigen „Fremdheit“ hin zu einem neuem „vertrauten“ Leben. Die Erzählungen wechseln sich dabei mit Miniaturen des Schwarzen Theaters ab. Szenen aus dem Repertoire von „Fritzels Puppentheater“, einer Arbeitsgemeinschaft der Grete-Unrein-Schule, werden gezeigt.
Danach soll der Abend mit einem Gespräch und Möglichkeit von Fragen mit und zu dem Autor und den Organisatoren ausklingen.

Jenas vielfältiges Angebot – einzigartig in Thüringen
Nach der Woche der seelischen Gesundheit 2017 wird die Vorbereitungsgruppe die Veranstaltungen mit den Kooperationspartnern auswerten. Die Mitglieder werden sich mit allen Rückmeldungen befassen und diese bei der Vorbereitung für die Woche der seelischen Gesundheit im Folgejahr berücksichtigen, frei nach dem Motto „Nach der Woche der seelischen Gesundheit ist vor der Woche der seelischen Gesundheit.“

In 2018 ist dabei mit dem Jubiläum 10 Jahre Woche der seelischen Gesundheit Jena ein besonderer Rahmen gegeben. Die Vorbereitungsgruppe wird dazu wieder ein Rahmenthema erarbeiten und passend dazu neben bewährten Kooperationspartnern Kontakt zu neuen Partnern herstellen, die Veranstaltungen in Eigenregie vorbereiten werden. Gleichzeitig werden die Planungen für gemeinschaftliche Aktivitäten aus der Vorbereitungsgruppe heraus laufen und alle Planungen zusammengetragen. Auf diese Weise sind alle Beteiligten überzeugt, wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammen stellen zu können, dass eine ganze Woche füllt.
Dass es in Jena über eine Woche täglich so viele verschiedene Angebote gibt, ist ein besonders Angebot für die Bürger Jenas, zu dem diese herzlich eingeladen sind.

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