Blick vom Löbdergraben Richtung Holzmarkt. © Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

© Universitätsbibliothek Heidelberg

8. Tag der Stadtgeschichte

... unter dem Thema: Jena "1914-1918": Krieg der Technik und das Opfergedenken danach

10.11.2018 09:00 Uhr – 14:00 Uhr
Rathausdiele
Markt 1
07743 Jena

9:00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „100 Jahre Erster Weltkrieg – Was hat das mit uns zu tun?“
Eine multimediale Ausstellung von Jugendlichen aus Jena und Aubervilliers

9:30 Uhr bis 14 Uhr
8. Tag der Stadtgeschichte
Thema: Jena "1914-1918": Krieg der Technik und das Gedenken danach

Programm:

9:30 Uhr
Begrüßung und Eröffnung: Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche oder Jonas Zipf, Werkleiter JenaKultur

9:40 Uhr
Einführung: Benjamin Mährlein (Theaterhaus Jena) liest aus:

  •  "Deutschland. Erinnerungen einer Nation" (2015) des schottischen Kunsthistorikers und Publizisten Neil Mac Gregor, unterlegt mit Farbfotos aus diesem Band, die den Deutungs- und Formenwandel eines Kriegsmonuments in München im Verlauf des 20. Jahrhunderts veranschaulichen.
  • „Eine französische Stimme“ (1924), Statement von Jean Reininger, Paris, Mitglied des Zentralrats der Französischen Sozialistischen Jugend
  •  „Kann die Zivilisation gerettet werden?“ (1924), Essay des englischen Publizisten James Henry Thomas, verknüpft mit der Reproduktion „Kriegerverein“ des Malers Georg Scholz.

10:00 Uhr
Frank Döbert, Journalist und Publizist: "Gott strafe England“... mit Zeppelinen. Die Terrorangriffe auf London mit Bombenzieloptik aus Jena


ca. 10:35 Uhr
Diskussion mit dem Publikum, Moderation: Dr. Rüdiger Stutz, Stadt Jena
Die Präsentation greift die weniger bekannte Tatsache auf, dass die Firma Carl Zeiss im Ersten Weltkrieg Bombenzielgeräte für Zeppelin-Luftschiffe entwickelte, um die Offensivwirkung der Bombenangriffe auf London und weitere Städte in Südengland zu erhöhen. Einzelheiten gehen aus Unterlagen hervor, die der Referent in den National Archives London fand. Ferner stützt er sich auf neuere Forschungsliteratur. Demnach konnte die englische Aufklärung wichtige Erkenntnisse aus erbeuteten Bombenzielgeräten gewinnen. Diese konnten Soldaten der Entente aus den Trümmern von Zeppelin-Luftschiffen bergen, die über dem Ärmelkanal oder in Frankreich abgeschossen worden waren. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden diese Bombenzielgeräte weiter entwickelt, besonders im Zuge des Aufbaus der deutschen Luftwaffe in den 1930er Jahren, so auch für die berüchtigten Stukas. Ihr Bau und Einsatz blieb freilich nicht auf Deutschland beschränkt, alle kriegführenden Staaten bedienten sich dieser Technik im Verlauf des Ersten und vor allem Zweiten Weltkriegs. Unter der Zivilbevölkerung forderte der eskalierende Bombenkrieg immer größere Opfer.

11:00 Uhr
Catering-Angebot im Plenarsaal

11:45 Uhr
Dr. Immanuel Voigt, Historiker und Publizist, präsentiert einführend Material zur Geschichte des Blinker-Denkmals und zu aktuellen Vorschlägen, wie das gesamte Areal auf dem Landgrafenberg um- oder neu gestaltet werden könnte

12:05 Uhr
Podiumsdiskussion über den vergangenen und zukünftigen Umgang mit dem Blinker-Denkmal
Moderation: Jonas Zipf, JenaKultur
Beitragende: Prof. Verena Krieger, Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Universität Jena, Dr. Axel Doßmann, Historisches Institut der Friedrich-Schiller-Universität, Bastian Stein, Mitglied des Jenaer Stadtrats, Dr. Rüdiger Stutz, Stadthistoriker und Michael Körbs, Verband der Reservisten der Bundeswehr

Herr Voigt vermittelt den Einstieg zur Gesprächsrunde, gestützt auf eigene Publikationen und ein Jenaer Ausstellungsprojekt, das unter anderem die Frühgeschichte des Blinker-Denkmals, seine „Entmilitarisierung“ 1946 und Grundsanierung durch JenaKultur 2009 zum Gegenstand hatte. Das Panel bildet den Auftakt einer öffentlichen Debatte, in der verschiedene Vorschläge zur Umgestaltung des Denkmals vorgestellt und diskutiert werden sollen. Die Gesprächsrunde dient somit auch der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung im Kulturausschuss des Stadtrates. Die Gesprächsteilnehmer vertreten auf dem Podium kunst-, medien-, stadt- und zeithistorische sowie kommunal- und kulturpolitische Perspektiven. Vertiefend findet der Entstehungskontext des Denkmals 1920/21 Berücksichtigung, aber auch der Umgang der Kommune und der Jenaer Öffentlichkeit mit dem Denkmal in den nachfolgenden Jahrzehnten sowie die Kontroversen um die Frage Rückversetzung in die ursprüngliche Form oder Beibehaltung und Sicherung des gegenwärtigen Zustands zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

12:50 Uhr
Öffnung des Podiums für Anfragen des Publikums

13:35 Uhr
Schlussrunde á zwei Minuten Redezeit für alle fünf Disputanten

13:45 Uhr
Zusammenfassung der Meinungsbilder mit Ausblick auf weitere Veranstaltungsangebote durch den Moderator

13:55 Uhr
Schlusswort

14:30 Uhr und 15:30 Uhr
Sonderführungen durch die Ausstellung im Stadtmuseum zum Rahmenthema „Der Weg in die Revolution. Soziale Bewegungen in Jena 1869 bis 1918“, die am 21. September 2018 eröffnet wird.

Veranstalter:Stadt Jena


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