Ansicht des Verwaltungsgebäudes Am Anger 15. © Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Lexikon zur Jenaer Stadtgeschichte

Der neue Band wurde am 27.06.2018, 19 Uhr, in der Rathausdiele am Markt 1 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Nachschlagewerk bietet erstmals eine historisch-kritische Zusammenschau der Orts- und Stadtgeschichte Jenas.

Der Lexikonteil umfasst 1.271 Einträge, die von der Altsteinzeit bis um das Jahr 2010 reichen. Zahlreiche Querverweise verknüpfen die einzelnen Artikel zu einem facettenreichen Gesamtbild. Über 1.100 Abbildungen illustrieren die Textbeiträge.

Kontakt

Stadthistoriker
Dr.  Rüdiger  Stutz
PF 100 338, 07703 Jena
Am Anger 26
07743 Jena

Tel. 03641 49-2262
Mobil 0162-2663232
Fax 03641 49-5035
stadtlexikon@jena.de
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Postkarte
Postkarte
© Stadt Jena

Wer findet die Postkarte zuerst?

Finden Sie diese Postkarte und gewinnen Sie ein Jenaer Stadtlexikon!

Im Gebiet der Jenaer Innenstadt werden im Zeitraum vom 28.06. bis 26.07.2018 pro Woche je eine Postkarte versteckt. Der Ort ist auf städtischem Grund und barrierefrei erreichbar.

Wer die Karte findet und uns zusendet*, bekommt das Buch per Post.

Aktuelle Rätselfrage - gelöst!

Denkmalgerechte Einschränkung des ruhenden Verkehrs. Die Karte wurde gefunden! Herzlichen Glückwunsch.

Hinweise und Teilnahmebedinungen

*Die Postkarte ist bereits frankiert, kann aber auch abgegeben werden:
Stadt Jena, Team Kommunikation, Am Anger 15, 07743 Jena
Es gelten die Teilnahmebedingungen.


Das Versteck der 3. Postkarte an der Steinbank in der Gasse »Propstei« zwischen Saalstraße und Schlossgasse
Das Versteck der 3. Postkarte an der Steinbank in der Gasse »Propstei« zwischen Saalstraße und ...
© Stadt Jena / Foto: Kristian Philler

3. Rätselfrage: Ruhepol im Klosterstützpunkt (12.07.2018)

Die dritte Postkarte war an der Steinbank in der Gasse »Propstei« zwischen Saalstraße und Schlossgasse versteckt.

Auszug aus dem Jenaer Stadtlexikon - Zisterzienserinnen

Im Jahr 1301 wurde die Gründung eines Zisterzienserinnenklosters an der Stadtpfarrkirche St. Michael durch die Herren von Lobdeburg abgeschlossen. Dabei übertrugen sie ihre Patronatsrechte an der Pfarrei St. Michael an den Nonnenkonvent, der dem lobdeburgischen Hauskloster (Stadt-)Roda entstammte. Die St. Michael-Kirche war damit sowohl Pfarrkirche für die Einwohner der Stadt, als auch Konventskirche des Zisterzienserinnenklosters.

Dieses Kloster bildete als Grablege der Herren von Lobdeburg ein dynastisches Memorialzentrum der Stadtherren. Die Größe und Ausstattung der Kirche und des Klosters, der Besitz der Nonnengemeinschaft in und um Jena, ihre Stellung als Inhaber der Patronatsrechte und die baulich-repräsentative Ausgestaltung der Gebäude machten die Pfarr- und Klosterkirche St. Michael zur bedeutendsten religiösen Institution im spätmittelalterlichen Jena. Als Ort der Stundengebete der Zisterzienserinnen sowie der Gottesdienste für die Pfarrgemeinde war diese Kirche der wichtigste Ort für die Stiftung von Altären und Messen für das Seelenheil von Verstorbenen; im Spätmittelalter lassen sich insgesamt 16 Altäre nachweisen.

Zu den Förderern des Zisterzienserinnenklosters zählten die Herren von Lobdeburg, der regionale Adel und Jenaer Bürger. Die Nonnen stammten in den ersten Jahrzehnten nach der Gründung vor allem aus niederadeligen Familien der näheren Umgebung Jenas. Seit dem 15. Jahhunderts lassen sich zunehmend auch Frauen aus dem Bürgertum nachweisen. Nur wenige Belege geben Auskunft über die Größe der Gemeinschaft, die zwischen 14 und 16 Nonnen betrug. Die geistliche Betreuung der Nonnen oblag dem von ihnen gewählten Propst. Dieser hatte auch die wesentlichen Verwaltungsaufgaben der Gemeinschaft inne und verfügte über ein eigenes Amtsgebäude. Dabei handelt es sich um das als „Propstei“ bezeichnete Gebäude, das östlich der Kirche St. Michael lag. … (Weiter im Buch)

2. Rätselfrage: Die kalte Seite des Rates (05.07.2018)

Die Karte war an der Nordseite des Rathauses versteckt.

Auszug aus dem Jenaer Stadtlexikon – Rathaus

Das Rathaus – ein spätmittelalterl. Massivbau über einem teilweise unterkellerten, eingewölbten Erdgeschoss mit zweischiffigem Obergeschoss und zwei in Ost-West-Richtung ausgerichteten Satteldächern (Grabendach) – wurde unter Einbeziehung älterer Teile nach dendrochronologischen Untersuchungen der Dachkonstruktion bis 1413 errichtet. Von einem Vorgängerbau aus dem 13. Jahrhundert sind dabei die südöstliche Gebäudeecke sowie weite Teile der südlichen Außenwand und einzelne Bauteile der westl. Außenwand als großformatiges Quadermauerwerk übernommen worden.

Im vierschiffigen, kreuzgratgewölbten Erdgeschoss befanden sich Marktstände mit den 1377 erstmals erwähnten Brot- und Fleischbänken, die 1455 erstmals genannte Amtsstube des städtischen Steuereinnehmers (die „Zeise“) sowie die kleine und große Waage. Darüber lag die die gesamte Breite der östlichen Marktfront einnehmende zweischiffige Ratsdiele, die zu den Jahrmärkten auch als Kaufhaus für Pelz- und Tuchhändler diente. Der Raum ist mit Holzbalkendecken auf profilierten Unterzügen über hölzernen und steinernen Stützen angelegt. Die beiden Schiffe werden durch fünf spitzbogige Arkaden miteinander verbunden.

Auf der Westseite, zur Rathausgasse, lagen die Ratsstube, die Rüstkammer und die Kämmereistube jeweils als in den Massivbau eingestellte Konstruktionen. Nach Westen befand sich in der Mittelachse zwischen den eingestellten Haupträumen ein massiver, zweigeschossiger Kern mit dem Kämmereigewölbe und dem Ratsarchiv, beide jeweils durch vorgelagerte Schleusen mit massiven Eisentüren sowie Eisenlä- den an den Fenstern gesichert und über eine steinerne Treppe aus der Ratsdiele erreichbar. … mehr im Stadtlexikon

1. Rätselfrage: Am Kreuzgang (28.06.2018)

Die Karte war am Karmelitenkloster versteckt.

Auszug aus dem Jenaer Stadtlexikon - Karmeliter

Für die Gründung eines Klosters vor dem Löbdertor in der südl. Vorstadt Zweifelbach, stellten die Brüder Friedrich und Wilhelm, Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen, 1414 ein Grundstück bereit. Bei der Klostergemeinschaft zum Hl. Kreuz handelte es sich um Karmeliter, also um Mitglieder eines Bettelordens, dessen Ursprünge auf den Gebirgszug Karmel im Hl. Land zurückgehen. Die ersten Jenaer K. kamen sehr wahrscheinlich aus Pößneck, da die dort ansässigen Brüder nachweislich bereits seit 1382 eine Terminei in Jena unterhielten. Weiterhin ist von einer Unterstützung durch den Jenaer Rat als Voraussetzung für eine erfolgreiche Ansiedlung der K. auszugehen.

Der Rat übertrug der Gemeinschaft 1418 ein Haus mit Garten sowie ein zusätzliches Gartengrundstück für den Bau des Klosters. Damit befanden sich die K. in unmittelbarer Nähe zur Stadt, deren etablierte geistl. Institutionen die neue Bettelordensgemeinschaft zunächst als Konkurrenten wahrnahmen. Daher legte der Rat 1418 fest, dass sich die Messfeiern der K. nicht mit den Gottesdiensten in der Stadtkirche oder im Kloster der Dominikaner überschneiden durften.

In der Bevölkerung fanden die K. rasch Zuspruch. Zahlreiche Stiftungen und Schenkungen erhielt das K.-Kloster vorwiegend von wohlhabenden Jenaer Bürgern, aber auch von Angehörigen des Adels. Von der Etablierung des Konvents zeugen zudem der völlige Neubau des Klosterkomplexes und die Anlage eines Friedhofs. Die K. pflegten eine intensive Marienfrömmigkeit und die Verehrung der hl. Anna. Zu ihren Aufgaben gehörte neben der Predigt und dem Gebet auch die Seelsorge. Für die Ausbildung ihrer Brüder unterhielten die K. ein Hausstudium. … mehr im Lexikon


Jena-Geschichte von Abbe bis Zwiener

Das Lexikon weist ein ausgewogenes Verhältnis von Sach- und Personeneinträgen auf. Auch aus Gründen des Umfangs musste die Anzahl der Artikel über historische Persönlichkeiten begrenzt werden. Aufnahme fanden in erster Linie Einträge über Personen, die biografisch einen Lebensmittelpunkt in der Saalestadt besaßen. Es handelt sich um Akteure, die ganze Phasen der Stadtentwicklung zu prägen vermochten, indem sie der lokalen Öffentlichkeit oder den Kommunalparlamenten ihren Stempel aufdrückten, als städtische Baumeister und Architekten der historischen Stadtgestalt bleibende Impulse vermittelten oder die Wahrnehmung Jenas im In- und Ausland nachhaltig bestimmt haben. Noch lebende Personen erhielten grundsätzlich keinen eigenen Eintrag, werden aber in Sachzusammenhängen oder als Amtsträger im Lexikon aufgeführt.

Gesicherte Daten, Fakten und Zahlen total

Auf 888 Seiten findet der Leser neben den Personeneinträgen eine Vielzahl sorgfältig recherchierter Sachartikel, zudem aufschlussreiche Übersichten im Anhang, etwa zur Einwohnerentwicklung, zu den Bürger- und Oberbürgermeistern der Stadt, ihren Ehrenbürgern und den im Stadtgebiet bis Ende 2017 angebrachten Gedenktafeln. Angesprochen werden NutzerInnen und Bildungsträger, die fundierte Informationen über historische Ereignisse, Biografien und Erinnerungszeichen in und um Jena wünschen.
Daneben soll das Lexikon das Marketing der Stadt Jena und des kommunalen Eigenbetriebs JenaKultur unterstützen.

Partizipativer Ansatz wird weiterverfolgt

Mit den 261 Autorinnen und Autoren werden wir in der Diskussion bleiben, um die Aufarbeitung der Stadtgeschichte thematisch und medial weiter auszugestalten! Wenn Sie am Mitmachen interessiert sind, anderweitig Fragen oder kritische Hinweise zum Lexikon haben, können Sie uns gern eine Nachricht senden.



  • Die 4. Postkarte war am "Brunnen" auf dem Eichplatz versteckt.

  • "Miniaturgespanne könnten durchs Neue passieren." gelöst von Familie Stangenberger

  • Das Versteck der 3. Postkarte an der Steinbank in der Gasse »Propstei« zwischen Saalstraße und Schlossgasse

  • Die zweite Karte war an der Nordseite des Rathauses versteckt

  • Johannes Hädrich war der erste glückliche Finder.

  • Die erste Karte war am Karmelitenkloster versteckt


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