Ansicht des Verwaltungsgebäudes Am Anger 15. © Stadt Jena, Foto: Jens Hauspurg

Führungszeugnis

Das Führungszeugnis ist eine Urkunde, die vom Bundeszentralregister in Bonn auf Antrag für jede Person ab 14 Jahren ausgestellt wird. Darin wird verzeichnet, ob die betreffende Person vorbestraft ist. Es dient damit im wesentlichen als Nachweis der Unbescholtenheit z. B. bei der Arbeitsaufnahme.

Das für persönliche Zwecke ausgestellte Führungszeugnis wird auch als Privatführungszeugnis bezeichnet.

Wird es zur Vorlage bei einer deutschen Behörde benötigt, handelt es sich um ein Behördenführungszeugnis.

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Löbdergraben 12
07743 Jena



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Öffnungszeiten (Terminvereinbarung notwendig)

Montag09:00 - 13:00 Uhr
Dienstag09:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch09:00 - 13:00 Uhr
Donnerstag09:00 - 18:00 Uhr
Freitag09:00 - 13:00 Uhr
Samstag09:00 - 13:00 Uhr

Vorab-Terminvereinbarung notwendig

Bitte beachten Sie, dass eine Vorab-Terminvereinbarung notwendig ist. Gern können Sie dafür die Online-Terminvereinbarung nutzen. Außerdem haben Sie auch die Möglichkeit, telefonisch oder vor Ort im Bürgerservice einen Termin zu buchen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Informieren Sie sich bitte vor Ihrer Terminbuchung zu den Voraussetzungen und notwendigen Unterlagen der gewünschten Dienstleistung.

Privatführungszeugnis

Das Privatführungszeugnis wird im allgemeinen benötigt, wenn man dem künftigen Arbeitgeber auf sein Verlangen hin nachweisen muss, dass man nicht vorbestraft ist.

Bei der Antragstellung ist keine Vertretung (außer gesetzliche Vertretungsperson - z. B. bei Minderjährigen) durch eine bevollmächtigte Person möglich. Dadurch wird sichergestellt, dass keine andere Person unbefugt und ohne Wissen der Antrag stellenden Person ein Führungszeugnis beantragen kann. 

Ablauf

Der Antrag wird dann dem Bundeszentralregister nach Bonn übersandt, wo das Führungszeugnis ausgestellt wird. Das Privatführungszeugnis wird mit der Post an die angegebene Privatadresse zugesandt.

Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass

Gebühren

Privatführungszeugnis 13 €

Behördenführungszeugnis

Ein Behördenführungszeugnis wird benötigt, wenn man bei einer Behörde arbeiten will oder eine amtliche Erlaubnis, zum Beispiel eine Gaststättenerlaubnis, beantragen will.

Bei der Antragstellung ist keine Vertretung durch eine bevollmächtigte Person möglich. Dadurch wird sichergestellt, dass keine andere Person unbefugt und ohne Wissen der Antrag stellenden Person ein Führungszeugnis beantragen kann.

Ablauf

Der Antrag wird dann dem Bundeszentralregister nach Bonn übersand. Auf dem Führungszeugnisantrag hat die Meldebehörde die Belegart "O" bzw. "OG" zu vermerken.

Zu beachten ist, dass das Führungszeugnis nicht der Antrag stellenden Person, sondern der Behörde unmittelbar übersandt wird. Es besteht auch die Möglichkeit, das Behördenführungszeugnis im Zweifelsfall zunächst an ein von der Antrag stellenden Person zu benennendes Amtsgericht schicken zu lassen, damit die Antrag stellende Person es dort einsehen und auf diese Weise feststellen kann, welche Eintragungen es enthält.

Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass

Gebühren

Behördenführungszeugnis 13 €

Erweitertes Führungszeugnis

Das erweiterte Führungszeugnis kann für Personen erteilt werden kann, die beruflich, ehrenamtlich oder in sonstiger Weise kinder- oder jugendnah tätig sind oder tätig werden sollen. Bei Antragstellung ist der Wunsch bzgl. eines erweiterten Führungszeugnisses ausdrücklich zu äußern.

Europäisches Führungszeugnis

Staatsangehörigen anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die in Deutschland leben, kann ein Führungszeugnis erteilt werden, welches Auskunft sowohl über den Inhalt des Bundeszentralregisters als auch des Strafregisters ihres Herkunftsmitgliedstaates gibt (Europäisches Führungszeugnis).

Der Antrag auf Erteilung eines Europäischen Führungszeugnisses ist bei der zuständigen Meldebehörde zu stellen. Das Europäische Führungszeugnis kann für eigene Zwecke (Privatführungszeugnis) oder zur Vorlage bei einer deutschen Behörde (Behördenführungszeugnis) erteilt werden.

Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass

Gebühren

Erweitertes Führungszeugnis 13 €
Europäisches Führungszeugnis 17 €

 


Wenn das Führungszeugnis (Belegart N) im Ausland bei einer ausländischen Behörde vorgelegt werden soll, wird es oftmals nur dann anerkannt, wenn es mit einer zusätzlichen Echtheitsbescheinigung versehen ist.

Ob und welche Form der Echtheitsbescheinigung verlangt wird, hat die Antrag stellende Person selbst in Erfahrung zu bringen. Entsprechende Auskünfte erteilen die Botschaften bzw. konsularischen Vertretungen der Länder, in denen das Führungszeugnis vorgelegt werden soll.

Überbeglaubigung

Eine Überbeglaubigung muss zusätzlich formfrei beim Bundesamt für Justiz beantragt werden und kostet zusätzlich 13,- Euro.

Apostille

Eine Apostille wird vom Bundesverwaltungsamt in Köln angebracht und muss dort zusätzlich beantragt werden.

Hinweis

Es empfiehlt sich, bei der Beantragung anzugeben, ob und welche Echtheitsbescheinigung benötigt wird, damit der Antrag auf Erteilung eines Führungszeugnisses gesondert mit den entsprechenden Zusatzangaben an das Referat IV 2 des Bundesamts für Justiz geschickt werden kann.

Personen aus dem Ausland

Anträge von Personen, die im Ausland leben, können beim Bundesamt für Justiz durch persönliches Erscheinen oder formlos per Post oder Telefax, jedoch nicht per E-Mail, an die nachstehenden Adresse gestellt werden.

Bei persönlichem Erscheinen:

Bundesamt für Justiz
Besucherservice
Adenauerallee 99–103
53113 Bonn

Bei schriftlicher Antragstellung:

Bundesamt für Justiz
Referat IV 2
53094 Bonn

Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass

Gebühren

Überglaubigung 20 € (zusätzlich zum Führungszeugnis)
Apostille

13 € (zusätzlich zum Führungszeugnis)

Endbeglaubigung

25 € (zusätzlich zum Führungszeugnis)




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