Situation und Zielstellung

Wir wollen die Jenaer Bürger, besonders die Studenten, ermuntern, mit dem Fahrrad mobil zu sein. Wir freuen uns, dass der Fahrradverkehr in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, so daß in Jena der Anteil des Fahrradverkehrs am Gesamtverkehr inzwischen über 10 % ausmacht. Dabei wissen wir um die Unzulänglichkeiten des Jenaer Fahrradverkehrsnetzes. Ein Teil des erfreulich gewachsenen Fahrradverkehrs in Jena spielt sich derzeit nicht legal, nicht sicher, nicht attraktiv ab.
  • Fußgänger sind verunsichert durch ordnungswidriges Radfahren oder durch eigene Unkenntnis darüber, welche Gehwege auch für Radfahrer freigegeben sind.
    (Gehwege für Radfahrer, Fußgängerzonen, Gemeinsame Geh-/Radwege)
  • Konflikte mit Kraftfahrzeugen und Straßenbahnschienen gefährden vielfach den Radfahrer.
  • Hohe Bordsteine machen dem Radfahrer das Vorankommen unbequem. (Bordsteinabsenkungen)

Leider müssen wir aber auch aggressives und unverantwortlich verkehrswidriges Verhalten (z.B. unzureichende Beleuchtung; Rücksichtslosigkeit gegenüber Fußgängern) eines Teils der Fahrradfahrer feststellen. Viele Probleme des nicht StVO-gerechten Radfahrens teilen wir auch mit anderen Städten (s. Verkehrsregeln für den Radverkehr - Kenntnisse und Verhalten. Diplomarbeit TU Kaiserslautern; s. "Aktuelles und Links" --> download). Wenige schwarze Schafe genügen, um die Akzeptanz des Fahrradverkehrs insgesamt zu verschlechtern und unsere Arbeit erheblich zu erschweren – denn jede Verbesserung der Bedingungen für den Radverkehr ist maßgeblich auch auf den politischen Willen von Nicht-Radfahrern angewiesen. Deshalb suchen wir den Dialog mit der Polizei und haben uns auch mit Erfolg für die Fahrradstaffel der Polizei eingesetzt.

 

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